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Richtige Aktion zur richtigen Zeit

Die deutsche Turnierserie sehen sowohl der Tennisverband als auch die Aktiven als Erfolg

  • Von Lars Reinefeld, Versmold
  • Lesedauer: 3 Min.
Tenis: Richtige Aktion zur richtigen Zeit

Das Ende seiner mehrwöchigen Turnierserie hatte sich der Deutsche Tennis-Bund (DTB) etwas anders vorgestellt. Mit Laura Siegemund und Anna-Lena Friedsam mussten die prominentesten Spielerinnen bei der Endrunde passen, bei den Männern wurden beide Finals wegen Verletzungen abgebrochen. So endete die Mammutveranstaltung, die Anfang Juni begonnen hatte, mit einem kleinen Makel. Das Fazit des fiel dennoch positiv aus. »Ich denke, die Serie hat ihren Zweck erfüllt. Es war die richtige Aktion zur richtigen Zeit«, sagte DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff.

Ziel des DTB war es, den deutschen Tennisprofis in Zeiten der Coronakrise Matchpraxis und ein paar Einnahmen zu ermöglichen. So konnte sich Yannick Hanfmann nach seinem Finalerfolg gegen den am Ende verletzten Oscar Otte über einen Siegerscheck in Höhe von 8000 Euro freuen. Da die weltweite Tennistour seit Mitte März pausiert und nach wie vor unklar ist, wann und wo der Normalbetrieb wieder aufgenommen wird, gab es immerhin etwas Geld, um über die Runden zu kommen.

Hanfmann ist ein Paradebeispiel dafür, für wen die Serie gedacht war. Nummer 143 der Welt, normalerweise auf der Challenger-Tour ohne die großen Stars unterwegs - diese Profis sollten unterstützt werden. »Die Resonanz bei Spielern und Veranstaltern war sehr positiv«, sagte Hordorff. »Das Niveau der Spiele war überwiegend gut, alle Partien wurden live im Tennis-Channel übertragen. Für das Tennis in Deutschland war das eine gute Sache«, sagte der Funktionär.

Hin und wieder gab es Kritik, dass Stars wie Alexander Zverev oder Angelique Kerber nicht dabei waren. Doch mit ihnen hatte der DTB auch gar nicht geplant. Weder sportlich noch finanziell hätte die Teilnahme für die hierzulande Besten Sinn gemacht. Kerber bereitet sich stattdessen in ihrer polnischen Wahlheimat Puszczykowo auf den Tag X vor, Zverev testet in Monte-Carlo seinen neuen Trainer David Ferrer. Am kommenden Wochenende will er an einem prominent besetzten Showturnier von Serena-Williams-Coach Patrick Mouratoglou in Nizza teilnehmen.

Eine Nachricht, die aufhorchen ließ, hatte Zverev doch noch vor kurzem ähnliche Turniere in Berlin mit der Begründung abgesagt, er wolle sich auf das Training konzentrieren. Hauptgrund dürfte aber gewesen sein, dass er kritischen Fragen wegen der Vorfälle bei der umstrittenen Adria-Tour von Novak Djokovic aus dem Weg gehen wollte. Sportlich scheint eine Teilnahme in Nizza aber sinnvoll, um nach drei Wochen Training unter Ferrer den aktuellen Leistungsstand zu überprüfen.

Beim DTB dürften sie zudem froh gewesen sein, den Rummel um Zverev bei der eigenen Serie nicht moderieren zu müssen. So lag der Fokus auf denen, für die die Veranstaltung gedacht war. »Es war ein toller Mix zwischen erfahrenen Profis und hungrigen Nachwuchstalenten«, sagte Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann. »Das Fazit fällt absolut positiv aus.« Gleichwohl will der DTB, dass es im neuen Jahr keine Wiederholung der Serie gibt. »Ich hoffe, dass das eine einmalige Sache war und wir bald wieder international Tennis spielen«, sagte Hordorff. dpa/nd

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