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Rituale

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Wenn die Tage wieder kürzer werden und damit die dunklen Phasen länger, was leider mit der Welt in Coronazeiten korrespondiert - dann braucht man etwas zum Festhalten. Rituale. Regelmäßig wiederkehrende Ereignisse, die dem Leben Struktur, den Jahren Halt, den Monaten ein Gerüst, den Wochen ein Raster und den Tagen Rhythmus geben. Hyperindividualisierte säkulare Zeiten stellen dafür eine große Hürde dar - hat man dann einmal beschlossen, eine Kathedrale zu besuchen, dann brennt das Feuer heutzutage meist auch nicht im Inneren des Zweifelnden, sondern immer öfter im Innern des Gotteshauses selbst. Und so sucht der Suchende oft bei sich selbst nach dem Zeiger zum Drehen an der inneren Uhr und findet dort viel zu oft nur rostige Zahnräder. Aber wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten, heißt es, und so naht Rettung von ganz unerwarteter Seite. Sicherheit. Die Gewissheit, dass etwas bleibt, egal ob unter Corona, dem Kapitalismus, Frühling, Sommer, Herbst oder Winter - pünktlich um halb sieben Uhr morgens am Montag startet der Rasenmäher. Vor dem Fenster. Immer. stf

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