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Eltern von Leipziger Linken-Politikerin wurden angegriffen

Stein durchschlug 2015 das Fenster der Eltern von Linke-Politikerin Juliane Nagel

  • Lesedauer: 2 Min.
Die Linke-Politikerin Juliane Nagel steht am 31.03.2017 vor ihrem Abgeordnetenbüro in Leipzig
Die Linke-Politikerin Juliane Nagel steht am 31.03.2017 vor ihrem Abgeordnetenbüro in Leipzig

Leipzig. Die Eltern der sächsischen Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (Linke) sind laut einem Medienbericht im Herbst 2015 Opfer eines Anschlages geworden. Wie das MDR-Nachrichtenmagazin »exakt« berichtet (Mittwoch), war das elterliche Privathaus am Stadtrand von Leipzig Ziel der Attacke. Den Vorfall schilderte die Politikerin jetzt erstmals.

»Der Stein hat auch das Fenster des Wohnzimmers quasi durchschlagen und ist im Innenraum gelandet. Und wir können eigentlich froh sein, dass sich da gerade niemand aufgehalten hat«, sagte Nagel dem MDR. Aus Sorge um ihre Familie habe sie den Anschlag bislang nicht öffentlich gemacht. Das Ermittlungsverfahren war eingestellt worden.

Neue Brisanz erhält der Vorfall laut MDR allerdings jetzt durch bekanntgewordene interne Emails der Leipziger Burschenschaft »Germania«. Nach MDR-Recherchen schlug ein sogenannter Alter Herr im März 2015 vor, gegen die Mutter der Linken-Politikerin vorzugehen.

»Es wird höchste Zeit, dass die Kutsche mal zurück zu Frau J. Nagel fährt. Und wenn dieses Drecksvieh nicht zu schnappen ist, gibt es ja noch die alte ... Mutti ... Nagel«, zitiert »exakt« aus Chat-Protokollen.

Erst im Frühjahr war bekanntgeworden, dass andere Mitglieder der »Germania« sich 2015 im Internet zu einer geheimen Chatgruppe zusammengeschlossen hatten, um sich auf einen vermeintlichen »Rassenkrieg« vorzubereiten. Die Staatsanwaltschaft Leipzig und das Landeskriminalamt prüfen laut dem MDR-Bericht inzwischen, ob zwischen der Anschlagsidee in dem Chat und dem nicht aufgeklärten Angriff eine Verbindung besteht. epd/nd

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