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Reformer gesucht

Kurt Stenger über die schlechte Arbeit des Finanzaufsicht-Chefs

Für den Präsidenten der Bundesaufsicht, Felix Hufeld, wird es im Zuge der Wirecard-Enthüllungen nun eng. Bezüglich der Recherchen der Behörde im Ausland hat er offenbar Bundestagsabgeordneten falsche Informationen gegeben. Hielt er diese bewusst zurück, um das Versagen der Finanzaufsicht zu kaschieren? Damit hätte er seine Glaubwürdigkeit bei der Aufgabe verspielt, schonungslos den Fall aufzuarbeiten, um dann die notwendigen Reformen einzuleiten. Oder er wusste es nicht besser, was nur ein weiterer Beleg für die These wäre, dass die Bafin-Führung die ganze Wirecard-Geschichte nie ernst genommen hat.

Bei dem Neuanfang geht es natürlich um deutlich mehr als eine Personalie. Die Finanzaufsicht braucht mehr und klarere Kompetenzen, um betrügerischen Finanzfirmen auf die Schliche kommen zu können. Und sie braucht dafür mehr Personal. Doch es geht genauso um die Frage, welche Strukturen und womöglich falschen Prioritätensetzungen dazu geführt haben, dass den seit Jahren vorliegenden Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten bei dem Dax-Unternehmen nicht konsequent nachgegangen wurde. Dafür ist auch ein selbstkritischer Blick nach innen notwendig. Ob Hufeld als Behördenchef dies leisten wird, daran gibt es berechtigte Zweifel.

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