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Linke Demo wird zerschlagen

Polizei setzte bei protest gegen geplante Räumung der Szenekneipe »Syndikat« einen Hubschrauber ein und war mit mehreren Hundert Beamt*innen im Einsatz

  • Lesedauer: 2 Min.
Berlin. Bei einer Demonstration gegen geplante Räumungen ist es am Samstag im Bezirk Neukölln am Rande zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei gekommen. Die Polizei setzte bereits im Vorfeld einen Hubschrauber ein und war mit mehreren Hundert Beamt*innen im Einsatz.

Die »Raus aus der Defensive«-Demonstration richtete sich unter anderem gegen die geplante Räumung der Szenekneipe »Syndikat« am 7. August. Zudem wollten die Demonstrant*innen ihre Solidarität mit anderen linken Projekten zeigen, die aktuell bedroht sind. Zu der Demonstration hatte ein breites Bündnis aufgerufen. Sie startete am Herrfurthplatz . Im Demonstrationszug mit etwa 2500 Teilnehmer*innen und auf Dächern im Schillerkiez wurde Pyrotechnik gezündet. Als die Kundgebung die Ecke Hermannstraße und Flughafenstraße erreichte, kam es zu Steinwürfen. Teile der Demonstration weigerten sich, sich von der Polizei zurückdrängen zu lassen.

Nach Polizeiangaben vom Sonntag wurden bei den darauf folgenden Auseinandersetzungen insgesamt drei Beamte leicht verletzt.Die Polizeikräfte lösten die Kundgebung anschließend durch massiven Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray auf. Journalist*innen berichten, dass sie – obwohl eindeutig als Pressevertreter*innen erkennbar – ebenfalls von Beamt*innen attackiert wurden. Am späten Abend fanden sich in dem Zusammenhang dann etwa 200 Teilnehmer*innen zu einer Spontandemonstration in Prenzlauer Berg zusammen. Auf dem Kollwitzplatz kam es gegen 23 Uhr noch einmal zu Auseinandersetzungen, woraufhin die Polizei eine bisher unbekannte Anzahl Personen festnahm. clk

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