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Beißen jetzt die Käufer mehr an?

Fragen & Antworten zu den Zuschüssen für E- und Hybridautos

Wer bekommt Kaufprämie?

Höhere Kaufzuschüsse gibt es für E- und Hybridautos. Bis Ende 2021 steigt die sogenannte Innovationsprämie für Elektrofahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40 000 Euro von bisher 3000 Euro auf 6000 Euro. Die Hersteller sollen sich daran beteiligen. Bisher übernahmen sie einen gleich hohen Anteil der Kosten wie der Staat. Die 6000 Euro sind der Maximalbetrag. Auch teurere Autos und Plug-in-Hybride können bezuschusst werden. Dort sind die Prämien aber wie bisher geringer. Steuervorteile für elektrische Dienstwagen gelten bis zu einer Preisgrenze von 60 000 Euro. Vorteilhaft für alle Autokäufe wirkt sich zudem die Senkung der Mehrwertsteuer vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 Prozent aus.

Auch für Hybridautos gibt es Kaufprämien. Warum gab es darüber Streit?

Bei Hybridfahrzeugen läuft der E-Motor meist nur in niedrigen Leistungsstufen, bei höheren Geschwindigkeiten schaltet sich der Verbrenner dazu - mit entsprechend mehr CO2-Emissionen. Die Förderung dieses Mischantriebs wird kritisiert. Die Umweltorganisation BUND fordert einen Mindestanteil des Elektromotors von 70 bis 80 Prozent als Voraussetzung, um Plug-in-Hybride zu fördern.

Reichen die Prämien aus, um den Autoabsatz anzukurbeln?

Die Neuzulassungen von E-Autos in Deutschland steigen inzwischen stärker an - und das trotz einer einjährigen Wartefrist. Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride machten im Mai 7,3 Prozent der neu angemeldeten Pkw aus.

Wie stark profitieren deutsche Hersteller, wie stark die ausländischen?

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob man ein Auto von einem deutschen oder einem ausländischen Hersteller kauft. Die Förderung gilt für alle gleichermaßen. Trotzdem profitierten die ausländischen Hersteller stärker von der erhöhten E-Auto-Prämie. Gegenwärtig sind nur etwa ein Viertel der förderfähigen E-Autos deutsche Modelle. Die Deutschen haben - anders als etwa Franzosen oder Koreaner - nur wenige Klein- und Kompaktwagen mit E-Antrieb im Angebot. Zwar gibt es auch für teurere Autos Prämien. Doch jenseits eines Listenpreises von 40 000 Euro ist die Förderung niedriger.

Gibt es Fortschritte beim Ladenetz und der Infrastruktur?

Viele potenzielle E-Auto-Fahrer schreckt das dünne Ladesäulennetz ab. Die Bundesregierung will weitere 2,5 Milliarden Euro in den »Masterplan Ladeinfrastruktur« stecken. Auch ein einheitliches Bezahlsystem statt der oft nicht vollständig kompatiblen Abrechnungstechniken ist ein zentraler Kritikpunkt. Die Lademöglichkeiten müssen an wichtigen Verkehrspunkten und Einrichtungen zunehmen. So soll es künftig an Sportplätzen, Krankenhäusern, Kitas, in Stadtteilzentren, Einkaufszentren, Parkhäusern und Tiefgaragen mehr Optionen zum Aufladen geben. Deshalb wird die Entwicklung einer eigenen Batteriezellfertigung konsequent vorangetrieben. Bisher sind die deutschen Autobauer noch stark von asiatischen Zelllieferanten abhängig. dpa/nd

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