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Traut ihnen nicht!

Philip Malzahn über die falsche Freundschaft der USA zu Rojava

  • Von Philip Malzahn
  • Lesedauer: 1 Min.

Dass man den USA nicht trauen kann, sollte die basisdemokratische Selbstverwaltung Nordostsyriens mittlerweile gelernt haben. Trotzdem lässt man sich auf ein riskantes Abkommen zur Modernisierung der Ölfelder ein. Klar: Rojava braucht Geld, aber gleichzeitig auch Verbündete. Der syrische Präsident Baschar al-Assad wird mit russischer Unterstützung sehr wahrscheinlich den Krieg gewinnen. Ob und in welcher Form das basisdemokratische Projekt in Nordostsyrien weiterlebt, hängt davon ab, wie geschickt man nun mit der Regierung in Damaskus verhandelt.

Ein auf kurzer Sicht finanziell wichtiger Deal mit den USA könnte der Verwaltung langfristig nämlich teuer zu stehen kommen. Offensichtlich hat man die noch immer naive Hoffnung, Washington würde im Notfall Schutz vor einer gewaltsamen Übernahme der Gebiete bieten. Trotz dessen, dass die USA 2018 in Afrin und 2019 große Teile des Nordostens der Türkei als Geschenk überlassen haben. Mit Sanktionen wie auch der Besetzung der Ölfelder will die USA Assad finanziell in die Knie zwingen. Einen direkten Krieg mit Russland würde man deshalb jedoch nicht riskieren. Es dürfte sich also für die kurdische Sache kaum lohnen, die bereits laufende Verhandlung mit Damaskus so aufs Spiel zu setzen.

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