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Kahlschlag namens Sanierung

Kurt Stenger über die Zukunft beim Karstadt-Kaufhof-Konzern

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.
Kaufhaussterben: Kahlschlag namens Sanierung

Das Aufatmen nach der Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan beim Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof ist groß - und das, obwohl damit mehr als jede vierte Filiale geschlossen werden darf und wohl Tausende Arbeitsplätze verloren gehen. Dies zeigt, unter welchen Vorzeichen die Verhandlungen über einen Sanierungsplan in der Insolvenz liefen. Die Alternative zu dem jetzt beschlossenen Kahlschlag lautete nämlich: Zerschlagung und Einzelverkäufe mit ungewissem Ausgang.

Gerade die Mitarbeitervertreter sind in einer höchst misslichen Lage. Einerseits warb die Verdi-Spitze um Zustimmung zum Plan des Insolvenzverwalters, andererseits wird vor Ort um jede Filiale und jeden Arbeitsplatz gekämpft. Im Ergebnis werden weniger Kaufhäuser geschlossen, als anfangs von den Konzernverantwortlichen gewünscht war. Aber an der Stoßrichtung ändert dies nichts: Gesundschrumpfen auf Kosten der Mitarbeiter. Natürlich werden viele, die gehen müssen, etwas anderes finden, denn der Einzelhandel boomt zurzeit mehr als vor der Coronakrise. Aber zu welchen Bedingungen gibt es Jobs? Die Hauptschwäche der Gewerkschaftsstrategie: Über Jahre haben Zugeständnisse nicht zum Ende der Kürzungen bei Karstadt geführt - es gibt keine Garantie, dass sich dies nun ändert.

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