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Der Sommer ist vorbei

Von cm

Gibt es etwas Schöneres, als vor dem Frühstück Schwimmen zu gehen? Vor allem im Sommer, wenn man weiß, dass es heiß wird. Eine Abkühlung, bevor sie notwendig ist. Sieht ein bisschen wie Sport aus, ist aber eher Meditation. Man denkt, man schwebt. Wenn man sich nicht im Meer vor der Tiefe unter einem zu fürchten beginnt. Die Fische werden schon nicht zusehen. Und Poseidon lebt nicht mehr. Trotzdem: Ein Freund erzählte mir, dass er in solchen Momenten der Tiefenangst anfängt zu beten - als Atheist. Alles für das Flow-Gefühl, das berühmte.

Im Wasser wird man ruhiger und der Kopf wird leerer. Warten auf die Endorphine. Schwimmen beschleunigt den Stoffwechsel. Ist das Wasser kälter als 26 Grad (ist es fast immer), muss der Körper sich anstrengen, die Temperatur auszugleichen. Je kühler das Wasser, desto angenehmer ist es, wenn einem durch Schwimmen wärmer wird. Spätestens nach dem Abtrocknen. Manche haben auch einen Bademantel dabei.

In Torekov, einem Dorf an der Küste Südschwedens, ist das Frühschwimmen ein Ritual. Morgens an den Pier gehen und ab in den Kattegat. Für ihr Buch »The Morning Dip« hat die Fotografin Peggy Anderson Menschen in ihren Bademänteln nach dem Schwimmen abgelichtet. Sie musste dazu nur ihre große Kamera aufstellen, die Menschen kamen automatisch, aus Neugier. Ja, auch Bademäntel verraten etwas über die Persönlichkeit und über die soziale Schicht. Doch in erster Linie geht es um das Gefühl nach dem Baden: Schon mal über Winterschwimmen nachgedacht? cm

Peggy Anderson: The Morning Dip. Kehrer , 232 S., geb., 39,90 €.

Foto: Peggy Anderson

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