Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Kein Grund zur Panik

Aert van Riel über die hohen öffentlichen Schulden

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: 1 Min.
Öffentliche Schulden: Kein Grund zur Panik

Die gegenwärtige Krise hat auch positive Effekte. So hat sich die Bundesregierung zumindest vorerst von der unsinnigen Schwarzen Null und der Schuldenbremse verabschiedet. Stattdessen investiert der Staat, um die Krisenfolgen zu mildern und das Wachstum wieder anzukurbeln. Das hat Auswirkungen auf die Haushalte. Die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung bei Banken und Privatunternehmen haben inzwischen einen Höchststand erreicht. Die Summe betrug 2108,9 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2020. Trotzdem besteht kein Grund zur Panik. Denn entscheidend ist, dass der Staat seinen Gläubigern die Zinsen bezahlt. Und diese sind derzeit sehr niedrig.

Die Krisenpolitik dürfte ein entscheidendes Wahlkampfthema werden. Politiker der SPD kündigen, wie schon in früheren Zeiten, Steuererhöhungen für Vermögende an, um die staatliche Einnahmeseite zu stärken und auch in Zukunft investieren zu können. Doch den Sozialdemokraten fehlten bislang der Wille und die Kraft, diese Maßnahmen in der Koalition mit der Union durchzusetzen. Die SPD hat nur noch eine Chance, um ihre Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen: Sie muss ein erneutes schwarz-rotes Bündnis nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr formal ausschließen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln