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Welche Regeln gelten für Reisende in europäische Urlaubsländer?

  • Lesedauer: 4 Min.

Reisen ins Ausland sind alles andere als einfach. Nach einer Aktualisierung der Liste mit Corona-Risikogebieten bleiben unterm Strich nur noch wenige Länder übrig, für die weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten wird. Dazu zählen die Urlaubsländer Italien, Griechenland, Zypern und Malta.

Die Bundesregierung hat inzwischen weitere Regionen als Risikogebiete erklärt. Dazu gehören Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie Regionen in sieben EU-Ländern. Betroffen sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen, die an Deutschland grenzen. Erstmals wurden Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt. In Slowenien zählt die Hauptstadt Ljubljana dazu, außerdem Regionen in Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien.

Frankreich

In mehreren Großstädten gilt die höchste Corona-Warnstufe, darunter Paris, Lyon und Marseille.

In vielen Städten gilt die Maskenpflicht auch unter freiem Himmel. In Marseille haben Bars und Restaurants komplett geschlossen. In Paris, Lille oder Rennes müssen Bars um 22 Uhr schließen. Generelle Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land sollen aber verhindert werden. Für Reisende aus Deutschland gibt es keine Einschränkungen. Für Rückkehrer nach Deutschland gelten die üblichen Einreisebeschränkungen mit Quarantäne und Pflichttests.

Italien

Urlaubsreisen aus Deutschland nach Italien sind ohne Beschränkungen möglich. In Touristenregionen wie Sardinien, Kalabrien, Apulien und Sizilien ist eine umgehende Registrierung bei den Behörden nötig. Sizilien hat die Pflicht zu Schnelltests bei der Einreise verfügt. Und alle, die älter als sechs Jahre sind, müssen hier die Maske im Freien tragen. Auch in Rom gilt Maskenpflicht.

Landesweit ist in Läden, Zügen, Museen und in Innenbereichen von Restaurants eine Maskenpflicht verfügt worden. In Kneipen muss nach 18 Uhr auch draußen eine Schutzmaske getragen werden.

Österreich

Gravierende Einreisebeschränkungen gibt es keine. Weil in Teilen des Landes der Schwellenwert von 50 im Sieben-Tages-Schnitt teils deutlich überschritten wurde, gelten Reisewarnungen für Wien sowie Vorarlberg und Tirol. Allerdings wird angesichts des gegenwärtig sinkenden Wertes damit gerechnet, dass die Reisewarnungen bald aufgehoben werden, ausgenommen für Wien. Viele Hotels oder einzelne Gemeinden bieten kostenlose Corona-Tests für abreisende Besucher an.

Schweiz

Zwei Kantone in der Westschweiz - die Kantone Genf und Waadt am Genfersee - gelten für Deutschland als Risikogebiete. Rückkehrer müssten nach einem Besuch oder Urlaub dort ohne negativen Corona-Test in die Quarantäne. Für die Grenzregion zu Deutschland, von Basel bis St. Gallen unweit des Bodensees, sowie für die Wandergebiete in Graubünden, im Wallis und im Berner Oberland gelten keine Einschränkungen.

Spanien

In Spanien gilt das ganze Land einschließlich der Balearen mit Mallorca und den Kanaren als Risikogebiet, weshalb das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen dorthin warnt. Viele Gebiete und Gemeinden sind abgeriegelt. Landesweit gilt die Maskenpflicht auch im Freien. Die Zahl der Plätze in Restaurants, Cafés, Kinos, Museen und Konzerthallen ist reduziert. Viele müssen schon um 22 Uhr schließen. Am schlimmsten ist es in der Hauptstadt Madrid. Aktuell hat die Regierung für Madrid für zwei Wochen den Notstand ausgerufen.

Niederlande

Trotz des steigenden Schwellenwertes sind Masken für öffentliche Räume bislang keine Pflicht, sondern werden nur dringend empfohlen.

Belgien

In der Hauptstadt Brüssel sind Cafés und Bars für einen Monat geschlossen. Die Regierung verschärfte auch die landesweiten Regeln: Bürger dürfen pro Monat nur noch mit drei Personen außerhalb der Familie engen Kontakt pflegen. Um 23 Uhr ist Sperrstunde.

Tschechien

Die Regierung hat aufgrund steigender Infektionszahlen Kultur- und Sportveranstaltungen verboten. Wenn die Kurve nicht abflache, drohen weitere Einschränkungen.

Griechenland und Zypern

Die Einreise aus Deutschland ist erlaubt, allerdings müssen Reisende sich mindestens 48 Stunden vor Reisebeginn unter travel.gov.gr (Griechenland) oder cyprusflightpass.gov.cy (Zypern) anmelden und angeben, von wo sie kommen und wo sie sich aufhalten werden. Außerdem werden Einreisende an Flughäfen und Häfen stichprobenartig Corona-Tests unterzogen. Maskenpflicht herrscht in beiden Ländern in geschlossenen Räumen wie Banken, Supermärkten und Behörden sowie in Bussen und Bahnen.

In Athen, Thessaloniki und auf Kreta gilt die Maskenpflicht im Freien, Bars und Restaurants müssen um Mitternacht schließen. dpa/nd

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