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Ohne Flecktarn geht es auch

Daniel Lücking über die nationale Personalreserve Bundeswehr

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.
Ist es nicht schön? Wo und wann immer in Deutschland eine Krise oder Katastrophe größeren Ausmaßes ausbricht, steht die Bundeswehr mit Personal und helfenden Händen bereit. Aktuell sind es 1400, und bis zu 15 000 Bundeswehrangehörige werden in der Coronakrise bereit gehalten, um in den Gesundheitsämtern Telefondienst zu machen, Corona-Teststationen zu betreiben oder sanitätsdienstlich zu unterstützen.

Ja, es ist nicht schön. Momentan erfüllen uniformierte Menschen Aufgaben, die nicht zu ihrem eigentlichen Berufsbild gehören und die deutlich besser von zivilem Personal erfüllt werden könnten. Auch das Sanitätspersonal, das aktuell unterstützt, kaschiert nur die andauernden Probleme im Bereich der Pflege- und Gesundheitsversorgung. Telefondienst für Gesundheitsämter – das ist eine Tätigkeit, die leicht zu erlernen ist und mit der so manch arbeitssuchender Person, zumindest für die Dauer der Krise, ein Job gegeben wäre.
Statt in immer neue – aber wohl wegen Corona eher ausfallende – Seminare und Bewerbungstrainings geschickt zu werden, sollten Jobcenter gezielt Menschen für die zivilen Katastrophenschutzdienste oder die Verwaltung qualifizieren und vermitteln. Und das nicht erst in, sondern schon lange vor Krisen und Katastrophen.

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