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Keine Illusionen machen

Daniel Lücking über die alljährliche Nato-Übung

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.
Kampfflugzeug Panavia Tornado der Bundeswehr im Rahmen der Uebung SNAP 2020 Significance of National Air Power auf dem Fliegerhorst Noervenich, hier ist das Taktische Luftwaffengeschwader 31 Boelcke stationiert.
Kampfflugzeug Panavia Tornado der Bundeswehr im Rahmen der Uebung SNAP 2020 Significance of National Air Power auf dem Fliegerhorst Noervenich, hier ist das Taktische Luftwaffengeschwader 31 Boelcke stationiert.

Wäre es doch nur fünf vor zwölf. Doch der Blick auf die Weltuntergangsuhr verheißt bereits seit Jahresanfang, dass es nur noch 100 Sekunden bis zum Tag des jüngsten (Atom)Gerichts sind. Näher dran am Weltuntergang war die Menschheit seit Einführung der fiktiven Uhr, die die Gefahr eines Atomkrieges visualisieren soll, bisher nicht. Obendrein trägt der Klimawandel dazu bei, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, entschlossen zu handeln und die Gefahr abzuwenden.

Die Bundesregierung jedoch nimmt sich Zeit. Auf internationalem Parkett musste sie zunächst dabei zuschauen, wie die Russen aufrüsteten, die USA aus dem INF-Vertrag ausstiegen und absehbar auch das New Start-Abkommen wohl nicht verlängert werden wird. Doch statt ein Zeichen zu setzen und einem Krieg eine Absage zu erteilen, der mit Kampfflugzeugen von deutschem Boden aus beginnen könnte, träumt man weiter das Hirngespinst »Nukleare Teilhabe« und provoziert mit Nato-Übungen. Ein bisschen Atommacht zu sein scheint möglich, denn ohne logistischen Beitrag Deutschlands, glaubt man, wären die US-Waffen nicht einsatzbereit, die in Büchel lagern. Ganz so, als könnten die US-Kräfte diese Waffen nicht auch mit US-Drohnen aus Deutschland heraus starten oder nach Polen verlegen.

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