Werbung

Putins Pragmatismus prallt ab

René Heilig zur US-Beerdigungsstrategie für den New-Start-Vertrag

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 1 Min.
New-Start-Vertrag: Putins Pragmatismus prallt ab

Bislang hat der zwischen den USA und Russland geschlossene New-Start-Vertrag funktioniert. Er minderte ein wenig das Ressourcen verschlingende Wettrüsten und sicherte dank guter Verifikationsmechanismen tiefe Einblicke in die Entwicklung des jeweilig anderen Vertragspartners. Was spricht also gegen eine Fortschreibung dieses pragmatischen Vertrages?

Logisch geantwortet: nichts! Und doch gab es in den vergangenen Monaten allzu viel diplomatisches Armdrücken. Russland will die Verlängerung des Vertrages. Ohne Bedingungen, das bekräftigte Präsident Putin dieser Tage erneut. Der Vorschlag sei ein »Rohrkrepierer«, tönt es zurück. Derweil prahlt Putins Amtskollege Trump auf seiner Wahlkampftour mit neuen mächtigen Waffen. Er will Moskau mit Stärke zu Zugeständnissen in anderen militärischen Bereichen zwingen, in denen Russland offenbar führend ist. Und falls das nicht funktioniert, so bleibt noch immer die Option, den Rivalen - wie einst die Sowjetunion - totzurüsten.

Man kann darauf hoffen, dass Trump die Wahlen verliert. Anzunehmen, dass ein Präsident Biden eine grundlegend andere Außenpolitik vertritt, wäre naiv. Auch das spricht dafür, dass Deutschland endlich wieder eigene Gesprächskanäle nach Moskau öffnet, um Vernunft zu befördern.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln