Werbung
  • Politik
  • Corona und soziale Folgen

+++ Zahl der Coronapatienten auf Intensivstation steigt auf rund 3200 +++

Der Newsblog zur Coronakrise, Donnerstag 12. November 2020: +++ Entwicklungsminister: Ein Impfstoff gegen Corona wird nicht reichen +++ Mehr als 21.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland +++

  • Lesedauer: 3 Min.
Corona und soziale Folgen: +++ Zahl der Coronapatienten auf Intensivstation steigt auf rund 3200 +++

+++ Mehr Corona-Patienten auf der Intensivstation +++

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Corona-Fälle in Deutschland steigt weiter an. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin meldete am Donnerstag, dass 3186 Covid-Patienten auf Intensivstation liegen (Stand 12.11., 12.15 Uhr). Das ist ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Vortag waren es noch 59 weniger. Etwas mehr als die Hälfte der Intensiv-Patienten muss demnach invasiv beatmet werden, rund 6600 Betten sind frei.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) melden derzeit immer mehr Kliniken Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Durch die hohen Corona-Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten. Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze, sagte Wieler.

+++ Entwicklungsminister Gerd Müller: Impfen allein reicht nicht +++

Entwicklungsminister Gerd Müller hat die Forderung nach einer Versorgung auch ärmerer Staaten mit Impfstoffen gegen das Coronavirus bekräftigt. Dabei wolle er erreichen, dass eine Verteilung auch innerhalb der Länder fair erfolge, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. »Wir dürfen vor allem die Menschen in den Flüchtlingslagern nicht vergessen«, sagte Müller. »Uns muss klar sein: Corona besiegen wir nur weltweit oder gar nicht.«

Deutschland unterstütze die weltweite Verteilung von Impfdosen über die Plattform Covax, die die Entwicklung und gerechte Verbreitung bezahlbarer Impfstoffe gegen das Coronavirus fördern soll. Die deutsche Entwicklungspolitik hat der Plattform 100 Millionen Euro für den späteren Kauf von Impfdosen für 92 Entwicklungs- und Schwellenländer bereitgestellt.

»Die Erfahrung zeigt, dass Impfstoffe in Entwicklungsländern erst mit großer Verzögerung zum Einsatz kommen. Das muss dieses Mal anders laufen«, so Müller. Deswegen baue Deutschland bestehende Impfprogramme über die internationale Impfallianz Gavi aus. Unicef und die Gates-Stiftung arbeiteten zusätzliche daran, dass Impfstoffdosen schnell der Covax-Plattform zur Verfügung gestellt werden könnten.

»Denn obwohl der Impfstoff aus Mainz uns alle sehr hoffnungsvoll stimmt: An Transport und Lagerung des Impfstoffs werden sehr hohe Anforderungen gestellt, beispielsweise unterbrechungsfreie Tiefkühlketten«, sagte Müller. »Ein Impfstoff alleine wird daher nicht reichen. Wir brauchen weitere, die auch einfacher zu handhaben sind und so in entlegene Regionen gebracht werden können.«

+++ 16 Corona-Fälle in Thüringer Ministerien +++

In den Thüringer Ministerien sind derzeit 16 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Daten der Thüringer Staatskanzlei hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Am stärksten betroffen ist demnach das Infrastrukturministerium von Minister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke), wo bisher sieben Fälle registriert wurden. Die Hausleitung selbst sei aber nicht erkrankt, sagte eine Sprecherin des Infrastrukturministeriums.

Die Eindämmung des Coronavirus - und der erneute Herbst-Anstieg

In der Staatskanzlei sind vier Infektionen bekannt, im Wirtschaftsministerium zwei. Im Umweltministerium, im Innenministerium und im Bildungsministerium gibt es jeweils eine Infektion. Keine Corona-Fälle gibt es derzeit im Gesundheitsministerium und im Justizministerium. Ein Corona-Fall im Finanzministerium gilt inzwischen als genesen, hieß es.

+++ Mehr als 21.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland +++

In Deutschland sind mehr als 21.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 21.866 neue Ansteckungsfälle erfasst. Dies waren rund 3400 Neuinfektionen mehr als am Vortag, als knapp 18.500 neue Fälle gemeldet worden waren.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 727.553 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg demnach auf 11.982 - dies waren 215 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 468.000. Agenturen/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln