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Wer schön ist, hat es leichter. Das gilt auch für Wörter. Was wird nur immer geschimpft über die arme Maßnahme! Sie kann doch nichts dafür, dass sie klingt wie Fallbeil, Fußfessel und Telekommunikationsüberwachungsverordnung. Obwohl sie im Wortsinne - Maß nehmen - doch »das Passende suchen« heißt, hört sie sich leider nach Vollstreckung an. So wird sie lieber mit Zwangs- als mit Spaß- kombiniert, und der Maßnahmenkatalog scheint Möglichkeiten eher zu verringern, als sie zu erweitern. Zwar führt der Duden »geeignete Maßnahmen« als Beispiel für ihren Gebrauch an, jedoch nur gegen etwas. Und »unpopuläre Maßnahmen« scheinen an gleicher Stelle populärer als populäre Maßnahmen. Weil manchmal besser als ihr Klang, wurden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen längst durch Schlimmeres ersetzt. Anti-Corona-Maßnahmen sind noch da - doch über die wird immer nur gestritten. Das lässt sich ändern: Ersetzen Sie »Maßnahmen« in dem Wort durch Hübscheres wie »Gemütlichkeit«, »Fingerspitzengefühl« oder »Sperenzchen« - schon sind sie gar nicht mehr so schlimm. rst

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