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Spiel mir das Lied vom Tod

... war der größte Erfolg von Filmkomponist Ennio Morricone (1928-2020). Die Toten des Jahres

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 7 Min.
Wenn vom Tod im Jahre 2020 die Rede ist, muss von Corona gesprochen werden. Etwa 1,8 Millionen Tote wurden in diesem Jahr weltweit im Zusammenhang mit der Pandemie registriert. In vielen Ländern hat Corona die Kapazitäten von Krankenhäusern und Friedhöfen überfordert. Nicht selten mussten – wie auf dem Foto im brasilianischen Manaus – in aller Eile neue große Bestattungsflächen freigegeben werden.
Wenn vom Tod im Jahre 2020 die Rede ist, muss von Corona gesprochen werden. Etwa 1,8 Millionen Tote wurden in diesem Jahr weltweit im Zusammenhang mit der Pandemie registriert. In vielen Ländern hat Corona die Kapazitäten von Krankenhäusern und Friedhöfen überfordert. Nicht selten mussten – wie auf dem Foto im brasilianischen Manaus – in aller Eile neue große Bestattungsflächen freigegeben werden.

Erfand das Prinzip »Ausschneiden und einfügen«: Software-Tüftler Larry Tesler. Arbeitete an den bemannten Mondlandungen mit: Nasa-Mathematikerin Katherine Johnson. Linksliberale US-Verfassungsrichterin Ruth »RBG« Bader Ginsburgh. Everest-Rekordbesteiger Ang Rita Sherpa. Gitarrengott Eddie van Halen. Fußball-Hand Gottes: Diego Maradona. Aktivist der Arbeitskämpfe bei Amazon: Christian Krähling. Brachte die Massen zum Singen: Chorleiter Gotthilf Fischer. »Solo Sunny«: Schauspielerin Renate Krößner. War Motzki und Galilei: Schauspieler Jürgen Holtz. »Nachtgestalten«: Schauspieler und Meister der Lässigkeit Michael Gwisdek. Bühnenbildner und Grafiker Volker Pfüller. Puhdys-Bassist Harry Jeske. Machte die roten Socken zum Verkaufsschlager und die rote Latzhose zu seinem Markenzeichen: nd-Mitarbeiter Walter Grenzebach. Litt 24 Jahre lang an den Folgen eines Nazi-Überfalls in Brandenburg: Noel Martin. Pro-Asyl-Mitgründer Herbert Leuninger. Kämpfte für Stolpersteine auf Münchner Straßen: Holocaust-Überlebender Peter Jordan. Griechischer Antifaschist Manolis Glezos. Auschwitz-Überlebende Dorota Flug. Flog 1945 unterm Eiffelturm durch: Resistance-Kämpfer und Weltkriegspilot Pierre Simonet. Resistance-Kämpferin Cécile Rol-Tanguy. Autorin und Holocaust-Überlebende Ruth Klüger. Sang sich mit »The White Cliffs of Dover« in die Herzen britischer Weltkriegssoldaten: Schlagersängerin Vera Lynn. Seine Ermordung löste in Äthiopien Unruhen aus: Sänger Hachalu Hundessa. Weggefährte Mandelas: Anti-Apartheid-Kämpfer Andrew Mlangeni, Denis Goldberg. Mandela-Anwalt George Bizos. Chronist der Apartheid: Fotograf Jürgen Schadeberg. Starb am 238. Tag ihres Hungerstreiks: türkische Anwältin Ebru Timtik. »Gegen die Wand«: Schauspieler Birol Ünel. Früherer türkischer Premier Mesut Yilmaz. War der Partner von Marina Abramović: Performancekünstler Ulay. Magier und Dompteur Roy Horn. Verhüllte Gebäude und Landschaften: Christo. Starfriseure Gerhard Meir, Udo Walz. Mittelstands-Präsident Mario Ohoven. Opel-Designer Erhard Schnell. Neunfacher Motorrad-Weltmeister Carlo Ubbiali. Konstruierte den Porsche 911: Hans Mezger. Durchbrach als erster Pilot die Schallmauer: Chuck Yeager. Darth-Vader-Hüne Dave Prowse. Mit 67 Zentimetern kleinster Mann der Welt: Nepalese Khagendra Thapa Magar. Erfand die Lego-Männchen: Jens Nygaard Knudsen. Erforschte die weibliche Lust: Feministin Shere Hite. Sang die Feministinnen-Hymne »I Am Woman«: Helen Reddy. Erste ORB-Chefredakteurin Geri Nasarski. Chilenische Feministin und Künstlerin Mónica Echeverría. Chilenischer Schriftsteller Luis Sepúlveda. Schuf Asterix und Obelix: Comic-Zeichner Albert Uderzo. »Nu, pogodi«: Hase-und-Wolf-Schöpfer Alexander Kurliandski. Kongenialer Partner von Romy Schneider: Michel Piccoli. Bedächtiger Theaterstar: Otto Mellies. Arbeitete für Müller, Langhoff, Castorf: Maskenbildner Wolfgang Utzt. »Rosenheim-Cop« Joseph Hannesschläger. Soll Hunderte Menschen ermordet haben: kolumbianischer Auftragskiller »Popeye«, Jhon Jairo Velásquez. Wurde erschossen, weil sie Gewalt an Frauen anprangerte: mexikanische Künstlerin Isabel Cabanillas. Setzte sich für Frauen in Afrika ein: Gynäkologin Catherine Hamlin. Afrobeat-Musiker Tony Allen. Algerischer Sänger Idir. Soul-Veteranin Betty Wright. Pionier der Weltmusik: Moy Kanté. Komponierte für Clint Eastwoods Filme: Jazzsaxofonist Lennie Niehaus. »Polonäse Blankenese«: Schlagersänger Gottlieb Wendehals. Sweet-Bassist Steve Priest. Wurde als einhändiger Pianist berühmt: Leon Fleisher. War 34 Jahre lang Konzertmeister der Berliner Philharmoniker: Geiger Hellmut Stern. Komponist Krzysztof Penderecki. Gründete den Wagner-Verband: Musikwissenschaftler Werner Wolf. Opern-Manager Peter Jonas. Diente im Weißen Haus unter elf Präsidenten, zuletzt als Chef-Butler: Wilson Jerman. Ex-UN-Generalsekretär Javier Pérez de Cuéllar. Vertrat die DDR bei der Uno: Diplomat Harald Rose. DDR-Außenminister Oskar Fischer. DDR-Botschafter in Jugoslawien: Ralph Hartmann. Von Honecker kaltgestellt: SED-Funktionär Herbert Häber. Historiker Eberhard Czichon. DDR-Schachgenie Wolfgang Uhlmann. Philosoph Alfred Kosing. Schauspieler und Behinderten-Aktivist Peter Radtke. Vorkämpferin für Transgender-Rechte: Aimee Stephens. Friedensforscher Otfried Nassauer. War Gorbatschows Verteidigungsminister und putschte dann gegen ihn: Marschall Dmitri Jasow. Russischer Schriftsteller Juri Bondarew. Einstiger Komsomol-Chef Jewgeni Tjashelnikow. Punkrock-Pionier Andy Gill. Kraftwerk-Mitgründer Florian Schneider-Ensleben. Schlagersänger Peter Wieland. »Lucille«: Country-Star Kenny Rogers. Somalischer Sänger Ahmed Ismail »Hudeydi« Hussein. City-Barfußschlagzeuger Klaus Selmke. Niederländische Fußball-Ikone Rob Rensenbrink. Kassierte 1966 im WM-Finale das umstrittene Wembley-Tor: Nationaltorwart Hans Tilkowski. Führte Frankreich 1984 zum EM-Titel: Trainer Michel Hidalgo. Fußballfan und Dichter Ror Wolf. »Spartacus«: Hollywood-Star Kirk Douglas. Produzierte Bergmans »Fanny und Alexander«: Oscar-Preisträger Jörn Donner. Bergman-Schauspieler Max von Sydow. Western-Held Stuart Whitman. »Bond«-Girl Honor Blackman. »Bond«-Bösewicht Michael Lonsdale. Für viele der beste Bond: Sean Connery. DDR-Auslandsagent Dieter Popp. Meister des Spionagethrillers: Schriftsteller John Le Carré. Britisch-sowjetischer Doppelagent George Blake. War die Stimme von Denzel Washington: Synchronsprecher Leon Boden. Film-Kauz vom Dienst: Schauspieler Thilo Prückner. Kabarettist und Teil der drei Dialektiker: Lutz Stückrath. Schweizer Journalistin und Verlegerin Annette Ringier. Früherer »Bild«-Chefredakteur Günter Prinz. Publizist und Politikberater Michael Spreng. Einstige nd-Redakteure Franz Böhm, Eberhard Russek. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidenten Alfred Gomolka, Harald Ringstorff. Aufrechter Liberaler: FDP-Politiker Burkhard Hirsch. SPD-Politiker Wolfgang Clement, Freimut Duve, Ingrid Stahmer Hans-Jochen Vogel, Thomas Oppermann. Hessens Finanzminister Thomas Schäfer. Chef des Malteserordens Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto. Ägyptens Langzeit-Staatschef Husni Mubarak. Kritisierte Ägyptens Präsident al-Sisi und starb im Gefängnis: Filmemacher Schadi Habasch. Noch ein Tod im Gefängnis: kirgisischer Menschenrechtler Asimdschon Askarow. Herrschte fast 50 Jahre im Oman: Sultan Kabus bin Said. Wurde im Arabischen Frühling als »Tunesian Girl« bekannt: Bloggerin Lina Ben Mhenni. Vietnamesischer Menschenrechtsaktivist und Buddhist Thich Quang Do. Theologe und Amnesty-International-Aktivist Volkmar Deile. Kämpfte für die Rechte der brasilianischen Ureinwohner: Paulinho Paiakan. Reichster Mann Brasiliens: Großbankier Joseph Safra. Wurde von US-Polizisten getötet, was eine Protestwelle gegen Rassismus auslöste: George Floyd. Nordirischer Friedensaktivist und Friedensnobelpreisträger John Hume. Folterchef der Roten Khmer Kaing Khek Iev. Uruguays linker Ex-Präsident Tabaré Vázquez. Warnte frühzeitig vor Corona und wurde deshalb schikaniert: chinesischer Arzt Li Wenliang. »Besuch des Leibarztes«: Schriftsteller Per Olov Enquist. Lebte zwölf Jahre mit einem transplantierten Gesicht, nachdem ihr Mann auf sie geschossen hatte: Connie Culp. Franco-Folterscherge Juan González. Setzte sich für Versöhnung nach der Franco-Diktatur ein: Maler Juan Genovés. »Der Schatten des Windes«: Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón. Erneuerte die lateinamerikanische Kunst: mexikanischer Maler Manuel Felguérez. Kämpfte für die Erhaltung von Havannas Altstadt: Historiker Eusebio Leal. Nicaraguanischer Revolutionsführer Edén Pastora. Ikone der israelischen Linken: Historiker und Holocaust-Überlebender Zeev Sternhell. Palästinensischer Chefunterhändler Sajeb Erekat. »Tritt ein in den Dom«: Rocksänger Stephan Trepte. Theologe Heinrich Fink. Mitstreiter von Martin Luther King: Bürgerrechtler Joseph Lowery. Einer der ersten schwarzen britischen Filmstars: Schauspieler Earl Cameron. Erfand das »I love New York«-Logo: Designer Milton Glaser. Prägte die deutsche Brief- und Telefonseelsorge: Wilfried Weber. Mitbegründer der Freien Universität Berlin: Religionswissenschaftler Klaus Heinrich. »Liebling Kreuzberg«-Regisseur Heinz Schirk. Krimi-Autorinnen Maj Sjöwall, Mary Higgins Clark. »Hells Angels«-Gründungsmitglied Rainer Kopperschmidt. Mitbegründer des »Tatorts« Hans Prescher. Britischer Serienmörder Peter Sutcliffe. »Derrick«, »Der Alte«: Filmkomponist Peter Thomas. Miterfinder von »Titel, Thesen, Temperamente«: Literaturkritiker Wilfried Schoeller. Journalist und TV-Moderator Hermann Schreiber. »Aktenzeichen XY ...ungelöst«: Moderatorin Sabine Zimmermann. Erzählte Witze am laufenden Band: Komiker Fips Asmussen. Monty-Python-Komiker Terry Jones. Kabarettist Herbert Feuerstein. Basketball-Legende Kobe Bryant. Holte mit seinen Sportlern mehr als 50 internationale Medaillen: DDR-Turntrainer Dieter Hofmann. Dreifacher Sprint-Olympiasieger Bobby Morrow. Italiens Fußball-Idol Paolo Rossi. Turnstar Kurt Thomas. Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf. Lebte über 20 Jahre mit einem Spenderherz: Geher-Olympiasieger Hartwig Gauder. »Keep On Running«: Rockmusiker Spencer Davis. Uriah-Heep-Musiker Ken Hensley. Deutscher Jazzpionier Wolfgang Dauner. Afrikanische Jazzlegende Manu Dibango. Jazzpianist Ellis Marsalis. »Ain’t no Sunshine«: Musiker Bill Withers. »Tutti Frutti«: Rock’n’Roller Little Richard. Fleetwood-Mac-Mitgründer Peter Green. Temptations-Sänger Bruce Williamson. Verantwortlich für den verheerenden Angriff auf das Greenpeace-Schiff »Rainbow Warrior« 1985: Frankreichs Geheimdienstchef Pierre Lacoste. Ex-Chef des Weltklimarats: Umweltschützer Rajendra Kumar Pachauri. »Die Wolke«: Jugendschriftstellerin Gudrun Pausenwang. Kinderbuch-Verleger Hans-Joachim Gelberg. »Bummi«-Erfinderin Ursula Böhnke-Kuckhoff. Hörspielregisseur Norbert Schaeffer. Fassbinder-Schauspieler Irm Hermann, Volker Spengler, Burkhard Driest. »Comedian Harmonists«: Regisseur Joseph Vilsmaier. »Schwarzwaldmädel«: Schauspielerin Sonja Ziemann. Schauspielerin und Tierschützerin Barbara Rütting. Tierfotograf Peter Beard. Menschenrechtler und Abenteurer Rüdiger Nehberg. Reiseschriftsteller, Ethnologe, Ehrenindianer Miloslav Stingl. Schuhdesigner Sergio Rossi. Kleidete David Bowie ein: Modedesigner Kansai Yamamoto. Gründete eine Textil-Billigkette: Jan Zeeman. Mode für die Massen: Pierre Cardin. Sächsischer Altbischof Johannes Hempel. »Der Stellvertreter«: Dramatiker Rolf Hochhuth. KZ-Überlebender und Antifaschist Justin Sonder. Star der Berliner Schaubühne Jutta Lampe. Spielte Hobbits und Shakespeare: Ian Holm. Pflegte das literarische Werk seines Vaters: Christopher Tolkien. Goethe-Kenner Karl Otto Conrady. »Batman«-Regisseur Joel Schumacher. »Fame«-Regisseur Alan Parker. »Forrest Gump«-Autor Winston Groom. Früherer Chef der tschechoslowakischen KP: Miloš Jakeš. Angela Merkels Prager Chemie-Professor Rudolf Zahradník. Verfilmte zahlreiche Hrabal-Romane: Jiří Menzel. »L’accordeon«: Chanson-Ikone Juliette Gréco. Frankreichs Ex-Präsident Valéry Giscard d’Estaing. Schauspieler Claude Brasseur. Letzte Straßensängerin von Paris: Lily Lian.

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