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Susanne Hennig-Wellsow: Blamabel sind die Ausreden

Daniel Lücking zur Kritik an der neuen Linke-Co-Chefin Susanne Hennig-Wellsow

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.
Ein Bundeswehrsoldat stehen im Camp Castor in Mali
Ein Bundeswehrsoldat stehen im Camp Castor in Mali

Wenn Parteichefs zum Interview beim Journalisten Tilo Jung geladen sind, bieten dessen Fragen nach dem Konzept »Jung und Naiv« stets die Möglichkeit zu versagen. »Blamiert« habe sich nun die Linke-Co-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow. Der Grund: Beim Thema Kampfeinsätze der Bundeswehr gesteht Hennig-Wellsow ein, nicht mit Detailwissen angetreten zu sein. Sie hatte Blauhelmeinsätze der Uno – je nach Einzelfall – befürwortet, Kampfeinsätze aber abgelehnt. Jung hakte nach, führte vor.

Die neue Parteivorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow - Jung & Naiv: Folge 500

Soldat*innen, die sich im Dienst stets kurz, knapp und präzise äußern sollen, vermeiden mit allerlei Spitzfindigkeit den Begriff Kampfeinsatz. Eine Übersichtskarte der Einsätze von »Afghanistan bis Zypern« kommt ohne den Begriff daher. »Schutz von Handelsrouten« heißt es da zur Operation Atalanta, »Stabilisierungsmission« und »Trainingsmission« in Mali. In Afghanistan findet mit »Resolute Support« eine »resolute Unterstützung« statt. Kampfeinsätze werden bestenfalls dann so genannt, wenn es zum Waffengebrauch kam, der nicht geleugnet werden kann. »Es gibt nur eine richtige Antwort auf die Frage, wie viele Kampfeinsätze der Bundeswehr es geben sollte: null«, legte Hennig-Wellsow auf Twitter nach. Solange die Bundeswehr ihre Kampfeinsätze weiterhin mit Ausreden rechtfertigt, kann auf Detailerörterungen getrost verzichtet werden.

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