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Weißenfels strauchelt im Abstiegskampf

Basketballer des MBC verlieren im Derby gegen Chemnitz und bangen um den Verbleib in der BBL

  • Von Carsten Roloff, Weißenfels
  • Lesedauer: 2 Min.

Der erhoffte Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt blieb aus. Ausgerechnet der mitteldeutsche Rivale Niners Chemnitz hat die Abstiegssorgen bei den Basketballern des MBC Weißenfels verstärkt. Die Aufsteiger aus Sachsen entschieden am Montagabend das Prestigeduell mit den Weißenfelsern denkbar knapp mit 86:84 für sich. Die MBC-Spieler verließen dagegen zum siebenten Mal in Folge als Verlierer das Parkett.

Trotz der Negativserie haben die Weißenfelser ihr Schicksal noch in der eigenen Hand, treffen im Saisonendspurt auch nicht mehr auf die drei Topteams aus Ludwigsburg, Berlin und München. »Die zweite Halbzeit gegen Chemnitz muss der Weg für die kommenden Spiele sein. Da haben wir unsere Stärken ausgespielt. Wenn jeder 100 Prozent gibt und daran glaubt, dann fahren wir die nötigen Siege noch ein«, sagt Trainer Silvano Poropat. Dem MBC stehen nun sechs Endspiele um den Verbleib in der deutschen Eliteklasse bevor. Der schärfste Rivale Gießen hat zwar vier Pluspunkte Rückstand, aber auch zwei Partien weniger ausgetragen und hatte am Karsamstag sensationell Bayern München geschlagen.

Chemnitz hat Klassenerhalt fast sicher

Um das Saisonziel zu erreichen, muss der MBC in erster Linie besser verteidigen. Die Schwächen in der Defensive, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen, nutzten die Chemnitzer vor allem in der ersten Halbzeit eiskalt aus. Die Sachsen kamen zu vielen freien Würfen und hatten die Lufthoheit unter den Körben (48:30 Rebounds). »Wir hatten in der ersten beiden Vierteln nicht einen einzigen Ballgewinn. Uns fehlte dazu jegliche Aggressivität unter den Brettern. Das war katastrophal«, betonte Poropat. Und nicht bundesligatauglich.

Neuling Chemnitz hat den Klassenerhalt nach dem zehnten Saisonsieg dagegen schon so gut wie sicher. »Es war für uns ein sehr wichtiger Sieg«, meinte der Chemnitzer Trainer Rodrigo Pastore. Fast ohne Druck können die Sachsen den Rest der Saison bestreiten und vielleicht sogar noch in den Kampf um den letzten Playoff-Platz eingreifen. Der Abstand zum Achten Bamberg beträgt nur sechs Punkte.

Doch eine eventuelle Teilnahme an der Meisterrunde hat Pastore nicht geplant. »Am Ziel hat sich nichts geändert. Wir wollen die Klasse halten, uns stetig verbessern und noch konstanter auftreten.« Auch in Weißenfels habe die Mannschaft noch zwei Gesichter gezeigt. Das gelte es abzustellen.dpa/nd

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