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  • Die Linke vor den Bundestagswahlen

Hennig-Wellsow kandidiert für Thüringer Wahlkreis

Co-Vorsitzende der Linken einigt sich mit Martina Renner, die zuvor dort kandidierte

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Susanne Hennig-Wellsow auf der Vertreterversammlung zur Nominierung des Direktkandidaten für die Bundestagswahl. Die Bundesvorsitzende der Linken will als Abgeordnete für ihren Wahlkreis in den Bundestag einziehen
Susanne Hennig-Wellsow auf der Vertreterversammlung zur Nominierung des Direktkandidaten für die Bundestagswahl. Die Bundesvorsitzende der Linken will als Abgeordnete für ihren Wahlkreis in den Bundestag einziehen

Erfurt. Die Bundesvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, ist Direktkandidatin für die Bundestagswahl der Linken für den Wahlkreis Erfurt-Weimar-Weimarer Land II. Bei einer Wahlvertreterinnenversammlung erhielt sie rund 93 Prozent der Stimmen, wie der Pressesprecher der Thüringer Linken am Samstag nach der Wahl mitteilte. 28 der 30 Wahlvertreterinnen des Kreisverbands Weimar-Apolda und des Stadtverbands Erfurt stimmten für sie. Daneben habe es eine Gegenstimme und eine Enthaltung gegeben.

»Ich will diesen Wahlkreis gewinnen und wir wollen als Partei in ganz Deutschland ein Zeichen setzen, dass es mit dem «Weiter so» der CDU/CSU eben nicht getan ist«, sagte Hennig-Wellsow im Anschluss an die Wahl ohne Gegenkandidaten. Im Gespräch mit dpa betonte sie, im Bundestag auch eine Stimme des Ostens sein zu wollen. Mit ihrer Kandidatur wolle sie den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) bei der parallel zur Bundestagswahl im September stattfindenden Landtagswahl unterstützen. Mit Blick auf die Politik außerhalb Thüringens sagte sie: »Die Entscheidung zum Mietendeckel zeigt, dass die Menschen in Deutschland endlich einen starken Partner brauchen, der ihre Interessen in den Mittelpunkt stellt.«

Bei der vergangenen Bundestagswahl trat für den Wahlkreis 93 die Linke-Bundestagsabgeordnete Martina Renner an. Renner kündigte am Freitag bei Twitter an, ebenfalls wieder für die Linke zur Bundestagswahl kandidieren zu wollen - dann aber in einem anderen Wahlkreis. Sie sitzt für die Linken seit 2013 im Bundestag. Hennig-Wellsow sagte am Samstag, dass sie sich zuvor mit Renner über das Vorgehen unterhalten habe und sie sich auf die solidarische Lösung geeinigt hätten.

Eine Landesliste für die Bundestagswahl will die Thüringer Linke voraussichtlich am 5. Juni aufstellen. Nach derzeitigen Plänen soll Hennig-Wellsow Spitzenkandidatin werden.

Die 43-Jährige war zwischen 2013 und 2021 Landesvorsitzende der Thüringer Linken und seit 2014 auch Fraktionsvorsitzende. Beide Posten gab sie in diesem Jahr ab und wurde zur Bundesvorsitzenden gewählt. Hennig-Wellsow gilt als eine der Architektinnen des rot-rot-grünen Bündnisses in Thüringen, das mit Bodo Ramelow von Deutschlands erstem und bisher einzigem Linken-Ministerpräsidenten geführt wird. dpa/nd

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