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Mexikos Volk soll sein Urteil sprechen

Kampf gegen Drogen dient als Vorwand für Repression gegen die sozialen Bewegungen

Carlos Fazio gilt als einer der angesehensten Kommentatoren politisch-strategischer Angelegenheiten Lateinamerikas. Der Schriftsteller und Journalist, geboren in Uruguay, lebt in Mexiko-Stadt und schreibt für die Tageszeitung »La Jornada«. Über die Rolle des »Tribunals des Volkes« in Mexiko, an dem Fazio als renommierter Intellektueller teilnimmt, sprach mit ihm für ND Luz Kerkeling.

ND: Vor wenigen Tagen fand die zweite Sitzung des »Tribunals des Volkes« gegen Regierungsvertreter statt, die für Repressionen gegen soziale Bewegungen verantwortlich gemacht werden. Welches Ziel verfolgt das Tribunal?
Fazio: Hauptziel des landesweiten Prozesses, der in dieser Etappe in San Salvador Atenco durchgeführt wird, ist die Präsentation von Zeugenaussagen. Im Moment geht es um die Repression in Atenco, Oaxaca, Guerrero und weiteren Orten, wo Menschen gegen aufgezwungene Industrie- und Infrastrukturprojekte oder Regierungswillkür protestieren.

Angesichts der völligen Abwesenheit von Gerechtigkeit in Mexiko geht es um die Idee, dass es eine neue Form von Justiz geben soll, die von der Bevölkerung ausgeht. Die Verantwortlichen sollen einem Prozess unterzogen und verurteilt werden. Dies hört nicht in Atenco auf. Es wird weitere Anhörungen geben und für Mitte 2008 werden die Urteile erwartet. Dies hat selbstverständlich zunächst sy...



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