Mit Ostkleingeld gegen Westbonzen

Zur IWF-Tagung 1988 in Westberlin fanden auch in der DDR Gegenaktionen statt

  • Von Anke Engelmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Durch die Recherchen des Bundeskriminalamtes zum Paragrafen 129a ist eine alte, fast vergessene Bewegungsgeschichte wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt: Die DDR-weite Aktionswoche gegen die Tagung von IWF und Weltbank, deren Vertreter sich 1988 in Westberlin trafen.

Ein klarer Klassenstandpunkt waren das Eine, Devisen in der stets klammen DDR-Kasse das andere. Nach außen stellten die Banker und Bonzen von IWF und Weltbank für die DDR-Führung die Verkörperung des »kapitalistischen Schweinesystems« dar. Trotzdem übernachteten zur IWF-Tagung, die im September 1988 in Westberlin stattfand, nicht wenige Teilnehmer in Ostberliner Interhotels. Die DDR war demzufolge auch für ihre Sicherheit verantwortlich. Als bekannt wurde, dass ostdeutsche Oppositionsgruppen Gegenveranstaltungen und Proteste planten, muss die DDR-Regierung ganz schön beunruhigt gewesen sein.

In dieselbe Zwickmühle waren zuvor auch linke Gruppen aus Westdeutschland geraten, die sich gegen IWF- und Weltbankpolitik engagierten, gleichzeitig jedoch in der DDR ein Bollwerk gegen die kapitalistische Weltherrschaft sahen. Eine Zusammenarbeit mit ostdeutschen Systemkritikern hätten »Teile der Autonomen, Antiimps und Realo-Grünen wegen deren Aff...

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