Der »Tausendsassa« war ein Faschist

Fragwürdige Ausstellung über Felix Havenstein im Heimathaus Schöneiche

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Schriftsteller Felix Havenstein (1893-1970) grub in Schöneiche bei Berlin Überreste einer bronzezeitlichen Siedlung aus und präsentierte die Funde in seinem Haus an der Dorfaue 8. In dem von ihm verfassten Buch »Schulze Grätz« tauchen Gestalten aus dem Dorf auf. Ein »Tausendsassa«, hört man, dieser Felix Havenstein – und ein Faschist.

Seit Wochen sorgt eine am 9. September eröffnete kleine Ausstellung im Heimathaus für Aufregung. Eine Nichte Havensteins hatte dem Heimatverein einige Dinge aus der Hinterlassenschaft des Onkels übergeben. Der Verein zeigte Manuskripte, Fotos und Bücher jedoch zunächst ohne Hinweis auf das Verhalten des Schriftstellers ab 1933. Aus der Ortschronik und anderen Quellen ist jedoch bekannt, dass Havenstein zu den nationalistisch gesinnten D...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.