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Das Amt geht vor

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 2 Min.

Das Amt kommt vor der Aufgabe, könnte man meinen. Denn noch gibt es das Gremium »Große Städte« nicht, weder Mitglieder noch Themen. Doch es gibt einen Vorsitzenden, und als solcher ist Klaus Wowereit am Werke. Er werde mit dieser Arbeitsgruppe der Bundes-SPD das Thema Metropolen voranbringen, teilte er mit. Kernkompetenz brauche seine Partei »in den Ballungsräumen, wo die großen Probleme entstehen«.

Nun hat Berlins Regierender Bürgermeister mit seiner Metropole hinreichend Probleme, daraus wahrhaftig einige Erfahrung und durchaus auch Kompetenz gewonnen. Verweisen kann er nicht nur auf einen Haushalt mit dem seltenen Posten Schuldentilgung, sondern auch darauf, dem sich da stets heftig sträubenden Bund etwas Geld abgetrotzt zu haben. Selbst auf staatsmännische Übung ließe sich verweisen– nirgendwo sonst kommen so viel Staats- und andere Oberhäupter vorbei wie in einer Hauptstadt. Innenpolitisch waghalsig hat der Sozialdemokrat sogar den Umgang mit Sozialisten als andernorts noch immer zumindest ungewöhnlichem Koalitionspartner erfolgreich geprobt.

So könnte sich eines nicht so fernen Tages die Kernkompetenz als deren Träger persönlich erweisen. Ihm wird ein Amt gebastelt, da könnte er ein anderes draus machen. Wollen? Oder sollen – bei den Umfragewerten für Beck? So könnte dies eine Amt einem anderen vorangehen. Das nötige Selbstbewusstsein dafür bringt Wowereit als Berliner mit.

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