• Politik
  • Debatte um ein schärferes Jugendstrafrecht

Männlich und arm

Jugendforscher: Staatsangehörigkeit sagt nichts über Kriminalität aus

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Weder deutsche noch migrantische Jugendliche sind gewalttätiger geworden, sagt das Deutsche Jugendinstitut. Entscheidend für Straftaten sei die soziale Lage. Die Diskussion anhand von Datensätzen hilft nicht weiter.

Je öfter die Bilder aus dem Münchner U-Bahn-Tunnel zu sehen sind, die den brutalen Überfall zweier Jugendlicher auf einen Rentner dokumentieren, und je erregter die Rufe von Unionspolitikern nach einem »Ende der Kuschelpädagogik« werden, desto mehr wächst die Angst bei vielen Menschen, selbst Opfer einer solchen Attacke zu werden. Dabei ist das nicht wahrscheinlicher als noch vor fünf Jahren. Bernd Holthusen, beim Deutschen Jugendinstitut in München zuständig für Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention, spricht von einem »Kriminalitätsfurchtparadox«: »Die mit dem geringsten Risiko haben die größte Angst.« Die Opfer von Gewalt stammen »in der Regel aus der gleichen Alters- und Geschlechtsgruppe« wie die Täter.

So erschreckend der Fall aus München ist, typisch ist er nicht. »Wir sollten nicht bagatellisieren, aber auch nicht dramatisieren«, rät Holthusen. Einen Kriminalitätsanstieg unter Jugendlichen kann er nicht bestätigen. Das beleg...

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