»Wir kaufen keinen Mercedes«

Vor der Hauptversammlung greifen Kritische Daimler-Aktionäre wieder an

  • Von Barbara Martin, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wenn am 9. April in Berlin die Aktionäre der Daimler AG zur Hauptversammlung strömen, wird sich Vorstandschef Dieter Zetsche im betriebswirtschaftlichen Erfolg des Konzerns sonnen. Doch es wird auch Kritik geben.

Den Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) reicht es nicht, wenn der schwäbische Automobilkonzern schwarze Zahlen schreibt. Sie wollen Miteigentümer eines Unternehmens sein, das auch moralisch einwandfrei agiert, und sehen sich in der Pflicht, Missstände aufzudecken. Ihr Instrument: Anträge gegen die Entlastung des Vorstandes auf der Hauptversammlung. Die Begründungen reichen in diesem Jahr von fehlenden Strategien für umweltfreundlichere Autos über mangelnde Transparenz und Kontrolle bis hin zur Verwicklung in Rüstungsgeschäfte.

Mit 15 Prozent ist Daimler am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS beteiligt, der unter anderem Raketenwerfer für Streumunition baut. »Deren Wirkung ist ähnlich wie die von Landminen«, sagt KAD-Sprecher Jürgen Grässlin. Gemeinsam mit Friedensinitiativen haben die Kritischen Aktionäre die Kampagne »Wir kaufen keinen Mercedes« ins Leben gerufen. Eine Liste mit bislang 2538 Unterschriften will Grässlin auf der Ha...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.