Volkmar Draeger 27.03.2008 / Kultur
Film

Wozu man noch da ist

Tanz mit der Zeit von Trevor Peters

Ein Raum wie ein anatomisches Kabinett, in dem sich die vier Tänzer zwischen Schauvitrinen, hautlosem Menschenmodell, künstlichem Skelett behutsam bewegen, die Arme führen, improvisieren, über Holzboden robben, der so alt sein könnte wie sie selbst. Studenten suchen auf ihren Blättern nach dem idealen zeichnerischen Ausdruck dieser Körper, die ausgießen, was sie in einem langen Berufsleben eingesogen haben. So beginnt ein ungewöhnlicher Film. »Tanz mit der Zeit« berichtet über ein Bühnengenre, das es selten auf die Leinwand schafft, und wenn, dann mit knackig jungen Darstellern, ihren Ausbildungs- und Aufstiegsproblemen, Rivalitäten und Liebeleien. Nichts davon bannt der aus Neuseeland gebürtige, seit 1973 in Deutschland beheimatete Regisseur Trevor Peters, studierter Philosoph, auf Zelluloid. Seine Akteure sind heute zwischen 65 und 81, haben ihre Karriere, ein gut Teil Leben, ihren individuellen Tanz in und mit stürmischen, auch bitt...

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