Das Leben Mumia Abu-Jamals ist weiterhin bedroht

Nur einer von drei US-Berufungsrichtern hatte Mut

  • Von Victor Grossman
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Leben Mumia Abu-Jamals ist weiterhin bedroht, auch wenn die Todesstrafe gegen ihn erst einmal aufgehoben wurde. Bleibt es dabei, soll der schwarze Journalist und Autor mit den wachen Augen und den langen Locken lebenslänglich eingesperrt werden.

Drei Richter des 3. US-Bundesberufungsgerichts haben sich die Argumente der Anwälte angehört, weit mehr als ein Jahr darüber nachgedacht und nun endlich, auf 118 Seiten mit hoch komplizierten juristischen Formulierungen, die Entscheidung gefällt: Mumia Abu-Jamal soll keinen neuen Prozess wegen des Mordes an einem weißen Polizisten in der Nacht des 9. Dezember 1981 erhalten. Obwohl Beweise verfälscht, Zeugen erpresst und bestochen, die Geschworenen ausgesiebt worden waren und der Richter ein notorischer Rassist ist, beschlossen die Richter, dass nur wegen des Strafmaßes noch einmal verhandelt werden dürfe. Innerhalb von 180 Tagen könnten die Staatsanwälte einen Geschworenenprozess ansetzen, aber nicht um festzustellen, ob Mumia schuldig oder unschuldig ist, sondern lediglich, um doch noch ein Todesurteil durchzusetzen. Falls sie das nicht wollen, so die Richter, bleibe es bei lebenslänglich hinter Kerkermauern.

Allein Richter Ambro sah ...


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