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Das diskrete Wirken der Wettbewerbslobbyisten

»Frankfurter Zukunftsrat« und »Konvent für Deutschland« – hinter beiden Verbänden stecken dieselben neoliberalen Reformer

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der neu gegründete »Frankfurter Zukunftsrat« gibt sich unabhängig. Die personellen Verquickungen mit einem neoliberalen Lobbyverband lassen indes berechtigte Zweifel an dieser Neutralität aufkommen.

In der Frankfurter Villa Metzler kamen am 20. Februar Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen. Diese illustre Runde firmiert nun unter dem Namen »Frankfurter Zukunftsrat«. Seine Mitglieder wollen notwendige Reformen hierzulande anschieben.

»Deutschland scheint unter den gegenwärtigen wissenschaftlichen Grundbedingungen nicht für die Zukunft gewappnet, nicht lebensfähig zu sein«, heißt es in der Gründungserklärung des Rates. Die Mitglieder kämpfen laut Eigenaussage für »soziale Gerechtigkeit, nicht Verteilungsgerechtigkeit«. Besonders am Herzen liegt der Runde allerdings das »Wertesystem, aus dem sich Kultur und Identität entwickeln«. Sie alle fühlen sich als Teil einer Elite. Deshalb steht es für die Autoren des Grundsatzpapiers außer Frage, dass »den Eliten eine besondere Bedeutung zukommt, da sie Vorbildfunktion im Wertesystem haben«.

Hinter diesen schwammigen Formulierungen steckt knallhartes Kalkül. Denn we...


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