»Ich finde Shogi-Profis echt cool«

Japans kultige Girl-Band Shonen Knife liebt das traditionelle Schachspiel ihrer Heimat

Shonen Knife, von den Schwestern Naoko (Gesang, Gitarre) und Atsuko Yamano (Bass) aus Osaka gegründet, sind Stilikonen des punkigen Mädchenpop. Inzwischen promotet das Duo während seiner Tourneen auch die speziell japanische Version des Schachspiels, das Shogi. Warum, wieso und mit welchem Effekt fragte ND-Reporter RENÉ GRALLA die Frontfrau Naoko Yamano.

Duett am Brett: Stimme geschont, Geist geweckt.

ND: Nach einem Konzert im kanadischen Toronto trugen Sie gegen Fans Partien im Shogi aus. Eine ziemlich ungewöhnliche Idee.
Naoko Yamano: Das hat der japanische Künstler Tomo Lennon organisiert, der dort lebt. Wir haben uns gut amüsiert.

Wie passt Ihr Image als unbekümmerte Spaßkapelle zu einem verkopften Spiel wie Shogi?
Ich finde, dass Shogi-Profis echt cool sind. Ich liebe es, denen im Fernsehen zuzuschauen.

Shogi gehört zur japanischen Kultur wie Ikebana oder die Teezeremonie. Welche Bedeutung hat Shogi für Sie?
Es ist ein Spiel für den Verstand. Es verlangt viel Intelligenz.

Shogi hat heute ein Imageproblem. Jugendliche Japaner betrachten es häufig als Zeitvertreib für ältere Männer.
Oh, stop! Viele Kinder spielen es inzwischen wieder. Und sie wollen Profis werden. Die Preisgelder in Turnieren sind hoch.

Mit seinen einfarbigen Steinen, die kryptische Buchstaben tragen, gilt Shogi als die anspruchsvollste Schachvariante überhaupt. ...




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