Velten Schäfer, Rostock 09.06.2008 / Inland

Leere Versprechen, späte Einsichten

Vor einem Jahr tagten die G 8 in Heiligendamm – was ist geblieben?

Ein Jahr nach dem G 8-Gipfel in Heiligendamm ist die »Klimakanzlerin« entzaubert, die Bürgerrechte sind beschädigt – und die Verantwortlichen wurden befördert. So lautete am Wochenende die Bilanz beim Wiedersehen der Gipfelgegner in Rostock.

80 von 80 000 – Heiligendamm-Jubiläumsdemo am Samstag in der Rostocker Altstadt.

Was macht ein Saal voll engagierter Menschen, wenn plötzlich jemand mit starrem Blick vor dem Podium Benzin verschüttet, eine Papierfackel entzündet und damit den Besuchern in der ersten Reihe vor dem Gesicht herumfuchtelt? Die vorne Sitzenden erschrecken, die auf den hinteren Plätzen recken die Hälse. Auf der anderen Seite des Saals beginnen manche sogar zu lachen – doch niemand versucht, den Mann mit der Flamme zu stoppen.

Natürlich war der Amoklauf nicht echt und im Kanister nur schlichtes Wasser. Der linke österreichische Bestsellerautor Klaus Werner (»Schwarzbuch Markenfirmen«) wollte das Publikum im MAU-Club am Rostocker Stadthafen nur ein wenig herausfordern. Vor einem Jahr trafen sich in Rostock rund 80 000 Menschen, um gegen den G 8-Gipfel zu protestieren – an diesem Wochenende sollte bilanziert werden, was geblieben ist. Und das, so wurde in der Saalveranstaltung am Freitag deutlich, sind auf der einen Seite jede ...

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