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Die neue ND-Serie: Rechte Denkfabriken

  • Von Carsten Hübner
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Rechtsextreme wurden in die Parlamente gewählt und zeigen auf der Straße Präsenz. ND zeigt in einer neuen Serie, dass im Hintergrund der Bewegung oftmals konservative Intellektuelle die Linie vorgeben.

Die Stimmung im Veranstaltungssaal ist prächtig. Schon nach wenigen Minuten hat der Redner sein Publikum im Griff. Die Mischung aus Anklage, Larmoyanz und Polit-Kabarett verfängt. Das alle bewegende Thema lautet »Gegen die Meinungsdiktatur der Political Correctness« – und volkstümliche Beispiele sind schnell gefunden. Etwa die »Neger«, die so ja gar nicht mehr genannt werden dürfen, sondern heute als »Schwarze«, »Farbige« oder »persons of african race« zu bezeichnen sind. Ein klarer Fall von Meinungsdiktatur, der ein »hohes Maß an Verwirrung und Verunsicherung in der Bevölkerung« hervorgerufen habe, wie der Referent herausgefunden haben will. Impressionen, die aus dem Leben schöpfen, unterstreichen, worum es eigentlich geht: »Wenn wir dort [gemeint sind Deutsche in Berlin, d. Red.] unsere Weihnachtslieder singen, spielen die ihre Bongos« [gemeint sind die »Neger«, d. Red.]. Allgemeines Nicken, vereinzelt zustimmendes Kopfschüttel...


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