Bloß nicht mit dem Pferd matt setzen ...

Mongolisches »Shatar« wird selbst im kleinsten Dorf gespielt

Er war ein großer Krieger und Liebhaber: Dschingis Khan, dem der russische Regisseur Sergej Bodrov das Epos »Der Mongole« widmete. Nur am Schachbrett war der Kriegsfürst auf der Leinwand nicht zu sehen, obwohl das Spiel in der Mongolei eine lange und stolze Tradition hat. Wie ND-Autor ART KOHR im Interview von BATTUMUR YONDON, Kulturattaché der Botschaft der Mongolei in Berlin, erfährt. Der 41-jährige Diplomingenieur hat in Zittau Wärmetechnik studiert.

Battumur Yondon spielt Schach und »Shatar«.

ND: Mongolen sind geborene Reiter, das wissen wir. Weniger bekannt ist die Schachbegeisterung.
Yondon: Das Spiel heißt bei uns »Shatar« und ist äußerst populär, neben Basketball und Gitarrenmusik. Von Ulan-Bator bis zum kleinsten Dorf, sehen Sie an der Straße offene Pavillons, wo die Fans Figuren schieben. Das ist so verbreitet, dass wir sogar eine Scherzfrage haben: »Zwei Menschen sitzen an einem Tisch, 20 stehen daneben und gucken zu, was ist das?« Antwort: Schach. Ich habe »Shatar« als siebenjähriger gelernt.

Im Herbst 2007 nahmen Sie am traditionellen Politikerschachturnier in Berlin teil.
Von sechs Partien habe ich vier gewonnen. Etwas Glück war freilich dabei, denn ich hatte vorher aus beruflichen Gründen mehr als zehn Jahre lang keine Gelegenheit gehabt, mich ans Brett zu setzen.

»Shatar« wird nach den Regeln des Weltschachbundes FIDE gespielt. Ursprünglich war es eine eigene Variante der Mongolen.
Ja. So war der Aktionsradius d...


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