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Ein Endfall von Harmonie

Autobiografisch erzählen: »Die Box« von Günter Grass

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Günter Grass möchte, dass er vergessen wird – auch im Roman des eigenen Lebens. Das Maß seiner Kenntlichkeit, wenn er sich selber zum Gegenstand des Schreibens erhob – dies Maß bindet er an die Nebelschleier, die er, schreibend, vor der eigenen Existenz aufzieht. Aufzieht, wie es nur Beschwörer können, die es auf dieser Welt gibt, ohne dass sie von dieser Welt sind. Schon im Buch »Beim Häuten der Zwiebel« erzählte Grass eher indirekt als direkt von seinem Leben, und zwar sehr sicher an den Spiegeln vorbei, die Bilder nur zurückwerfen würden. Dieser Autor will durch die Spiegel hindurchgehen, so wie man, in ein Wasser hineinspringend, eine stille Oberfläche teilt: Was klar lag, das verzittert nun – die Schönheit aber wird nicht geringer: Es ist die Schönheit der Rätsel.

Für Grass ist auch das Erinnern kein Weg aus den Rätseln – was war, ist kein gesichertes Material. Was im Biografischen gefunden wird, muss doch ...


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