Werbung

Hamburg im Zeichen des Drachens

Tai Chi vor dem Hauptquartier des schwarz-grünen Senats

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Während der CHINA TIME 2008 lädt der Circus Roncalli zu seinem Chinesischen Markt direkt vor dem Hamburger Rathaus in der Zeit vom 12. bis 21. September. Rund eine halbe Million Besucher werden dazu erwartet. Mit GERD VOGT (43) aus Köln, Leiter der Roncalli-Werkstätten, spricht ND-Autor ART KOHR.

ND: Zum dritten Mal richten Sie in Hamburg Ihren Chinesischen Markt aus. Was dürfen wir dort erwarten?
Vogt: An 75 Ständen gewinnen Sie Einblick in die chinesische Alltagskultur. Viele Aussteller reisen direkt aus der Volksrepublik an. Kunsthändler aus der Gegend südlich von Peking präsentieren Jadefiguren, Stickereien und Scherenschnitte, aber auch hochwertige Lackmöbel. Vertreten ist auch die Kooperative der Yunnan-Kunsthandwerker, deren Werkstätten sich in einem Altstadtviertel von Schanghai konzentrieren. An die 500 Leute arbeiten dort. Die werden vor aller Augen fein ziselierte Messingsiegel herstellen und Musikinstrumente bauen, vor allem Flöten aus Ton.

Warum organisiert Roncalli einen chinesischen Markt?
Wir gastieren in vielen Städten. Und Direktor Bernhard Paul, der ein leidenschaftlicher Sammler ist, hat in den 32 Jahren unseres Bestehens alles zusammengetragen, was mit Zirkus zusammenhängt, angefangen von Kostümen und Plakaten bis hin zu alten Verkaufswagen. Insofern lag der Schritt zu einem Jahrmarkt gar nicht mal fern. Seit 2000 veranstalten wir in Hamburg unseren Weihnachtsmarkt. Der hat sich zu einer festen Einrichung entwickelt und deswegen hat uns die Stadt dann gefragt, ob Roncalli in vergleichbarer Weise nicht auch die CHINA TIME begleiten mag.

Verwandelt sich Roncalli womöglich von einem Zirkus in einen Spezialanbieter für Kulturmärkte?
So weit ist es noch nicht. Allerdings gehört als fester Bestandteil zu unserem Jahresprogramm tatsächlich noch der historische Jahrmarkt in Kornelimünster bei Aachen, anlässlich Fronleichnam im Mai oder Juni. Das ist ein Szenario aus der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende, mit einem Riesenrad von 1910.

Die Exponate der Sammlung des Roncalli-Chefs sollen in einem eigenen Museum gezeigt werden. Wie weit sind die Pläne gediehen?
Bisher ist es ein Projekt, Arbeitstitel: »Boulevard of Broken Dreams«. Die Sammlung wächst stetig, deswegen wird es immer komplexer, dafür einen festen Ort zu finden.

Der chinesische Markt zieht in diesem Jahr vom Jungfernstieg auf den Rathausplatz um.
Der Jungfernstieg ist momentan blockiert durch die Baustelle für die neue U-Bahn zur HafenCity. Der große Kupferdrache, der während der ersten CHINA TIME 2006 auf einem Ponton inmitten der Binnenalster schwamm, wird mit Blick auf das Rathaus postiert.

Markenzeichen Roncallis ist die Verbindung von Zirkus und Poesie. Wird der Markt von einem passenden Kulturprogramm begleitet?
Shaolin-Mönche bringen Kung Fu-Einlagen, außerdem sehen Sie traditionelle Löwen- und Drachentänze. Die Besucher sollen ein wenig das Gefühl vermittelt bekommen, wie durch eine Zeit- und Raumschleuse nach Fernost zu reisen. Wir legen den Markt als kleine chinesische Stadt an.

Berühmt ist die chinesische Medizin. Können wir entsprechend Heilkundige konsultieren?
Traditionelle Rezepturen werden verkauft, sofern die Präparate in Europa zugelassen sind, wie Heilöle oder Teebonbons. Vor allem aber stehen drei Masseure bereit. Ich habe die selber getestet, das ist wirklich fantastisch, nach einer Viertelstunde sind Sie ein neuer Mensch.

Kommen Modebewusste auf ihre Kosten?
Ja, für die gibt es klassische chinesische Kleidung, die unglaublich beliebt ist. Wahrscheinlich als gelungene Abwechslung für die nächste Party.

Frühaufsteher werden mit einem besonderen Service verwöhnt.
Wenn Sie durch China reisen und frühmorgens aus dem Fenster schauen, bemerken Sie an jeder Straßenecke Menschen, die Tai Chi-Übungen absolvieren. Auch wir bieten jetzt täglich ab 9 Uhr auf dem Marktplatz unserer Chinatown in Hamburg eine Freiluftstunde gratis Tai Chi an unter Anleitung professioneller Lehrer. Dafür lassen wir einen 40 Meter langen roten Teppich ausrollen.

Chinesischer Markt: Rathausmarkt, täglich 11-22 Uhr; Kung Fu-Show der Shaolin-Mönche: 13, 16, 20 Uhr; Tai Chi: 9-10 Uhr; Informationen: www.chinatimehamburg.de

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!