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Wahlkampfstütze für die NPD in Guben?

Haupttäter der tödlichen Hatz von 1999 tritt jetzt als Kandidat zur Kommunalwahl an

  • Von Ina Beyer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Andreas Bode tritt als NPD-Kandidat bei den Kommunalwahlen in Brandenburg an. Der 29-Jährige führte 1999 die tödliche Hetzjagd auf den Algerier Omar Ben Noui in Guben an und saß dafür im Gefängnis. Von dem Medienecho, das diese Neuigkeit auslöst, ist die Stadt genervt. Befürchtet wird ein erneuter Imageschaden für Guben und auch, dass der NPD dadurch eher in die Hände gespielt wird.

Guben: Eine schreckliche Erinnerung flammt auf, wenn der Name der Kleinstadt an der polnischen Grenze fällt. In der Nacht zum 13. Februar 1999 wurde dort Farid Guendoul, besser bekannt als Omar Ben Noui, von Neonazis zu Tode gehetzt. Der 28-jährige Algerier, der in Deutschland Asyl beantragt hatte, trat damals in Todesangst die gläserne Tür eines Plattenbaus ein, um sich in dessen Inneres zu flüchten. Dabei verletzte er sich eine Beinarterie – und verblutete.

Der Haupttäter Andreas Bode wurde darauf zu zwei Jahren Jugendknast verurteilt. Am 28. September tritt Bode nun als NPD-Kandidat bei den Brandenburger Kommunalwahlen an: Er will in den Gubener Stadtrat und in den Kreistag Spree-Neiße einziehen.

Bekannt wurde das Ende letzter Woche. Spree-Neiße-Landrat Dieter Friese ist zu diesem Zeitpunkt der Einzige, der den Medien gegenüber sein Entsetzen darüber äußert, »dass so ein verurteilter Neonazi und Totschläger« auf der NPD-Liste ka...


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