Klare Abmachung mit den US-Partnern

Ein ehemaliger BND-Agent traut seinem »Laden« auch in Sachen Irak nicht über den Weg

Als »Dali« war Wilhelm Dietl (geb. 1955) für den BND der wohl wichtigste Mann im Nahen und Mittleren Osten. Als es zu »Unstimmigkeiten« kam, verbrannte man den eigenen Agenten bei seinen Focus-»Kollegen«. Seither ist Dietl (www.wilhelm- dietl.de) ein umso genauerer Beobachter der deutschen Geheimdienstszene.

ND: Oberstleutnant Rainer Mahlstett und Regierungsoberinspektor Volker Hildebrandt, der eine Luftwaffenmann, der andere eine Art ziviler Oberleutnant, doch immerhin Fallschirmjäger, wurden in den Krieg geschickt. Mit falschen Namen und Legenden. Glauben Sie, man hat die beiden deutschen Geheimdienstler in Bagdad zurückgelassen, nur um den Zerstörungsgrad von Bomben zu begutachten?
Dietl: Mit Sicherheit nicht. Das war eine ganz klare Abmachung mit den Amerikanern. Und – nennen wir es beim richtigen Namen – es war ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Beteiligung an diesem Krieg.

Den wir doch so sehr abgelehnt haben ...
Der BND ist ja bekanntermaßen wenig risikofreudig. So war es zu meiner Zeit, und ich glaube nicht, dass sich daran etwas geändert hat. Im Zweifel tut der BND lieber nichts. Ich habe das in anderen Kriegen erlebt, in Beirut oder in Afghanistan. Der BND hat am liebsten »freie Mitarbeiter« in die Gefahrengeb...

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