Lilian-Astrid Geese 06.11.2008 / Kultur

Die Schuld

»Waltz with Bashir« von Ari Folman

September 1982. Die israelische Armee hält Südlibanon besetzt. Der gewählte Präsident des Landes, Bashir Gemayel, wird ermordet. Die Schuld tragen, so behaupten seine Anhänger, palästinensische Terroristen, obwohl drei Wochen zuvor alle PLO-Kämpfer evakuiert wurden. In einem Akt der Vergeltung verüben christliche Falangisten ein Massaker in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila. Mehrere Tausend Menschen sterben: vor allem Kinder, Frauen und Alte. Die israelische Armee hat eine Art Schutzring um die Lager gelegt und schaut dem mörderischen Treiben tatenlos zu. Später wird der damalige Verteidigungsminister Ariel Sharon deswegen zurücktreten müssen. Doch es dauert, bis Israel seine Mitschuld anerkennt.

Vergessen als individueller und kollektiver Prozess ist das Sujet von Ari Folmans faszinierender Autobiografie »Waltz with Bashir«, die jetzt in die deutschen Kinos kommt. In diesem dokumentarischen Animationsfilm mit innovativer Ästhetik...

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