Märtyrertod und Morgenrot

Die Schriftsteller, die Revolution und die Räterepublik

  • Von Dieter Schiller
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
eichnung H.M. Pechstein - Abb. aus der Zeitschrift »An die Laterne«

Nur wenigen Schriftstellern kann man nachsagen, zu den Vorbereitern der deutschen Revolution vom November 1918 zu gehören. Unter ihnen ist an erster Stelle Heinrich Mann zu nennen mit seiner vehementen Attacke gegen den deutschen Untertan und seinen Kaiser, dem Plädoyer gegen den alldeutschen Militarismus, für Völkerverständigung und sozial gesicherte Demokratie in Deutschland. Von den jüngeren Zeitgenossen hat sicher Leonhard Frank mit dem Novellenband »Der Mensch ist gut« (1917) die nachhaltigste Wirkung gehabt. Zum Forum der literarischen Opposition gegen den Krieg wurde die Zeitschrift »Die Aktion«. Ihr Herausgeber Franz Pfemfert veröffentlichte 1917 eine Antikriegs-Anthologie und unterstützte während der Revolution die Rätebewegung publizistisch.

Auch die »Weißen Blätter« von René Schickele waren ein Organ für die deutschen Kriegsgegner. Schickele hatte mit anderen pazifistischen Schriftstellern in die Schweiz emigrieren müssen. N...

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