Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Die Rezension - Rat ohne Ratgeber

André und Kerstin Micklitza wollen zwar Rat geben, haben dennoch keinen Ratgeber verfasst. Es gibt keinerlei Gebrauchsanweisungen. Vielmehr fordern die beiden Autoren, die bisher für Reisereportagen über Polen, Tschechien, und die Slowakei bekannt sind, auf amüsante Weise und auf 200 Seiten zum selbstbestimmten Leben auf.

Es geht um das Glück, eine Familie zu haben, sich gesund zu ernähren, eine generell gesunde Lebensweise anzustreben. Großen Wert legen sie auch darauf, dass wir uns informieren, wie Politik, Wirtschaft und das Gesellschaftssystem funktionieren, damit wir erkennen: »Wo Geld die Welt regiert, stehen auf der einen Seite die Gewinner, auf der anderen noch mehr Verlierer. Die besten Chancen zum Glücklichsein haben wohl diejenigen, die ihren Durchblick dazu nutzen, sich möglichst viele Freiräume zu schaffen. Die gute Nachricht: Dazu muss niemand aus Deutschland auswandern.«

So meinen die Autoren, dass die vielen »sinnentleerten Angebote« des Fernsehens »Mitverantwortung für die Verblödung der Deutschen tragen«. Alternativen zu suchen und zu finden, gehört für sie ebenso zum Glücklichsein wie das Nachdenken und Aktivwerden. Einer ihrer Devisen gemäß, wonach das Lesen schlauer macht, nehmen sie zum Beispiel Tageszeitungen auseinander. Warum, fragen sie, fallen kritische Artikel manchem Journalisten auf den Fuß? Sie stoßen mit dem Finger in die Wunde und »halten dem bundesrepublikanischen Alltag einen Spiegel vor«. Das bestätigt mitunter die eigene Haltung, liest sich aber dennoch spannend.

André & Kerstin Micklitza: Die Vermessung des Glücks in Deutschland, Books on Demand Norder- stedt, 196 S., pb., 13,90 EUR.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln