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Revolutionäre Realpolitik

  • Von Frigga Haug
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Rosa Luxemburg (3.v.l.) mit Clara Zetkin (2.v.l.) auf dem Weg zur Tagungsstätte des Magdeburger Parteitages der SPD, 1910

Was hat uns Rosa Luxemburg hinterlassen? Da ist unübersehbar die Weise, wie sie Marx liest, ihn aktualisiert, ihn lebendig bleiben lässt in jeder Zeile. Das bestimmt ihre unbedingte Haltung, von der zu lernen ist, wie auch die Weise ihrer Politik. Rosa Luxemburg übernimmt als Auftrag das »sozialistische Ziel«, also eine Perspektive. Das ändert die reformerische Flickarbeit ebenso, wie überhaupt die Weise, Politik zu machen. Der von ihr geprägte Begriff »revolutionäre Realpolitik« und seine praktische Durchführung wird zu erben und je neu auszuarbeiten sein. Indem im Begriff das Nahe und Alltägliche mit dem Fernen und Angezielten verklammert und beide Enden in Bewegung sind, sich wechselseitig ändern, wird Politik zur Kunst.

Die kapitalistische Produktionsweise bewegt sich widersprüchlich, so muss eingreifende Politik mit Widersprüchen umgehen können. Dies führt Rosa Luxemburg vor als Bewegung bis in die Menschen selbst, die politisch t...


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