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  • Politik
  • 7 Jahre Gefangenenlager Guantanamo

Kidnapping und Folter in Lohnarbeit

USA-Verbündete, auch Deutschland, leisteten Beihilfe

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

So grauenhaft die Verhältnisse im Camp Guantanamo auch sind, die rechtlosen Gefangenen haben Leidensgenossen anderswo etwas voraus: Die Welt weiß von ihrer Existenz.

Die Jets von CIA und dem militärischen Pendant DIA schienen fast pausenlos unterwegs gewesen zu sein. Die Piloten beförderten »heiße Fracht« – Menschen, die irgendwo in der Welt gekidnappt worden waren, von gedungenen Gangstern, den jeweiligen Sicherheitsbehörden oder den staatlichen US-Kopfjägern selbst. Manche brachte man direkt nach Guantanamo, andere Flüge legten Zwischenstopps nicht nur zum Tanken ein. »Fracht« wurde ausgeladen und irgendwo da untergebracht, wo kein Hahn mehr nach ihr krähen konnte. Dort wurden sie gefoltert, psychologisch und physisch auf Arten, die zwar ans Mittelalter erinnern, doch erst nach den Anschlägen vom 11. September 2001 offiziell und mit Präsidentenerlass wieder ins Repertoire der US-Dienste aufgenommen wurden.

Doch die US-Vernehmer legten nicht nur selbst Hand an ihre Feinde, denen man mit der Bezeichnung »feindliche Kämpfer« jeden rechtlichen Status genommen hatte. In arabischen Staate...


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