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CDU-Spitze will Landowsky nicht schassen

(dpa). Die Spitze der CDU hält nichts von einem Parteiausschluss des früheren Fraktionsvorsitzenden Klaus-Rüdiger Landowsky. »Die Debatte über einen Parteiausschluss von Landowsky ist völlig verfehlt«, sagte der Landes- und Fraktionsvorsitzende Frank Henkel am Freitag. »Sie ist nicht zeitgemäß und hilft auch niemandem«, sagte Henkel. Ebenso äußerte sich CDU-Generalsekretär Bernd Krömer: »Ich appelliere an alle, die menschliche Treibjagd zu beenden.« Nach einem Zeitungsbericht haben einflussreiche CDU-Politiker dazu aufgefordert, über einen Parteiausschluss Landowskys nachzudenken oder ihm selbst den Austritt nahezulegen. Anlass sei das neue Gerichtsverfahren gegen Landowsky und weitere ehemalige Manager wegen schwerer Untreue im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften der ehemaligen Bankgesellschaft Berlin. Die Partei müsse darüber nachdenken, wie es wirke, wenn sie im Europa- oder Bundestagswahlkampf stehe und die Leute im Fernsehen Bilder des angeklagten Landowsky sähen, sagte ein CDU-Mann der Zeitung. Der Prozess gegen Landowsky soll im Sommer beginnen. Die Debatte sei vom Kreisvorsitzenden von Charlottenburg-Wilmersdorf, Ingo Schmitt, ausgegangen, hieß es aus der Partei. Schmitt war im Zuge des zurückliegenden Machtkampfs um die Parteiführung mit dem abgewählten Fraktionschef Friedbert Pflüger als Parteichef zurückgetreten. Anschließend verlor er eine Kampfabstimmung um den aussichtsreichen Listenplatz 3 für die Bundestagswahl. Der Vorstoß wird parteiintern deshalb eher als Spitze gegen Henkel gewertet. Landowsky sagte zu den Ausschlussüberlegungen, sie seien »politisch absurd«.

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