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Völkerwanderungen durch Erwärmung

Klimaforscher: Hälfte der Menschheit um 2100 von Hungersnöten bedroht

  • Von Walter Willems
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Klimawandel wird in den kommenden Jahrzehnten die Lebensmittelversorgung auf der Erde massiv gefährden. Gegen Ende des Jahrhunderts werden Hungersnöte nach Einschätzung amerikanischer Wissenschaftler etwa die Hälfte der Weltbevölkerung bedrohen. Gefährdet sind demnach vor allem die Bewohner der Tropen und Subtropen.

Der Klimaforscher David Battisti von der Universität von Washington in Seattle und die Agrarökologin Rosamond Naylor von der Universität Stanford entwerfen in der Zeitschrift »Science« (Bd. 323, S. 240) ein beängstigendes Szenario: Ihren Berechnungen zufolge, die auf Messdaten und 23 verschiedenen Klimamodellen beruhen, werden im Jahr 2100 allein die höheren Temperaturen in den tropischen und subtropischen Regionen die Ernteerträge von Grundnahrungsmitteln wie Mais oder Reis um bis zu 40 Prozent verringern – und das bei wachsender Bevölkerung. Verschlimmert wird das Problem den Forschern zufolge durch die austrocknenden Böden.

Betroffen sind vor allem die äquatornahen Regionen bis etwa zum 35. Grad nördlicher und südlicher Breite – also Amerika vom Süden der USA bis nach Nordargentinien, in...


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