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Bürgerrechtlerin Erika Drees gestorben

(epd/ND). Die Friedens- und Anti-Atomaktivistin Erika Drees ist tot (ND-Foto: Lange). Die Mitbegründerin der Bürgerinitiativen »Energiewende« und »Offene Heide« in Sachsen-Anhalt sowie des Neuen Forums starb am 11. Januar nach langer Krankheit im Alter von 73 Jahren in einem Stendaler Hospiz. Die Trauerfeier findet am 20. Januar um 10 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Stendal statt.

Drees, die 1935 in Breslau geboren wurde, war 1960 nach einem Medizinstudium von West-Berlin nach Bernburg gezogen, um dem Ärztemangel in der DDR entgegenzuwirken. Anfang der 70er Jahre zog die Nervenärztin mit ihrem Ehemann nach Stendal, zeitgleich wurde nahe der Stadt mit dem Bau eines Kernkraftwerkes begonnen. In den folgenden Jahren war Drees in verschiedenen kirchlich-politischen Bewegungen in der DDR aktiv, wofür sie mehrere Haft- und Ordnungsstrafen kassierte. Als Konsequenz aus dem Reaktorunglück in Tschernobyl rief sie mit anderen die Initiative »Energiewende Stendal« ins Leben. Aus diesem Kreis heraus wurde nach der Wende die Bürgerinitiative »Offene Heide« gegründet, die bis heute für eine zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide kämpft. 1989 gehörte Drees zu den 30 Erstunterzeichnern des Gründungsaufrufs des Neuen Forums.

Nach 1989 engagierte sich Drees weiter politisch. Wegen ihres Protests gegen das US-amerikanische Atomwaffenlager in Büchel musste sie auch im vereinten Deutschland Haftstrafen absitzen.

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