Spielend durch die Krise

Das Deutsche SPIELEmuseum in Chemnitz lädt zum Mitmachen ein

Spielerisch und spielend durch die Krise: Das ist die Vision von PETER LEMCKE, der das Deutsche SPIELEmuseum in Chemnitz leitet (Foto: SPIELEmuseum). Mit dem gelernten Journalisten und Regisseur, einem gebürtigen Hamburger, spricht ND-Autor RENÉ GRALLA.

ND: Üblicherweise stellt ein Museum Relikte aus vergangen Tagen aus. Ihr Deutsches SPIELEmuseum aber lebt und lädt nicht bloß zum Schauen, sondern zum Mitmachen ein.
LEMCKE: Die Menschen heute treffen überwiegend konsumistisch gesteuerte Entscheidungen. Wie können wir das ändern? Indem wir die Erwachsenen wieder zum Spielen bringen, weil Spiele Übungsfelder für Entscheidungen sind. Und wie kriegen wir die Leute zum Spielen? Indem es einen Ort gibt, wo die Besucher eine Auswahl der wichtigsten aktuellen Spiele selber gleich mal ausprobieren können. Und so haben wir täglich für entsprechend Interessierte zwischen 1500 und 1600 Spiele ausliegen.

Die Zeiten werden immer härter, die globale Finanzkrise lässt das Land in eine Rezession schlittern. Wer mag da noch spielen?
Gerade dann, wenn es massive Schwierigkeiten und Verwerfungen bei Völkern, Stämmen und sonstigen Lebensgemeinschaften gibt, sind regelmäßig neue Spiele mit innovativen Form...

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