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Das Rätsel der Vererbung

Vor 175 Jahren wurde der deutsche Zoologe August Weismann geboren

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Unkenntnis dessen, was wir heute Genetik nennen, haben Naturforscher im 19. Jahrhundert verschiedene Theorien zur Erklärung der Vererbung entwickelt. Selbst der gründliche Charles Darwin ließ sich, als er 1868 seine Pangenesis-Hypothese formulierte, zu folgender Spekulation hinreißen: Alle Zellen des Körpers sondern winzige Partikel ab, die über den Blutkreislauf in die Keimzellen und von hier aus in die nächste Generation gelangen. Da diese Partikel durch Umwelteinflüsse modifiziert werden können, etwa durch den Gebrauch oder Nichtgebrauch der Organe, aus denen sie stammen, besteht die Möglichkeit, dass individuell erworbene Körpereigenschaften von einer Generation auf die nächste übergehen.

Einige Berichte aus jener Zeit schienen Darwins Annahme zu bestätigen. Ernst Haeckel zum Beispiel schrieb, dass einem Stier in Jena durch ein schweres Scheunentor der Schwanz abgequetscht worden sei, woraufhin das Tier nur noch schwanzlose Kälbe...


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