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Abschied vom Sozialismus?

Ein Rückblick auf die linkssozialistische Opposition in der Nachkriegszeit (I)

  • Von Axel Berger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Für die Profilierung der neuen Partei DIE LINKE ist es wichtig, wie sich die Diskussion ihres Programms gestaltet. Angesichts des Zuwachses der Mitglieder aus den alten Bundesländern sowie einer zunehmend jüngeren Klientel stellt sich die Frage nach Traditionen, an die anzuknüpfen ist, neu. Als Beitrag zur Debatte bietet ND eine vierteilige Serie, die an die Nachkriegslinke in Ost und West erinnert.

Zum 90. Jahrestag der Novemberrevolution in Deutschland erfolgt vor allem im linken Spektrum eine intensive historische Auseinandersetzung mit verschiedenen Perspektiven gesellschaftlicher Entwicklung. Dies ist gerade in Hinsicht auf die Verwerfungen der Finanzkrise und der damit einhergehenden Infragestellung des seit über 30 Jahren vorherrschenden marktradikalen Denkens höchst aktuell. Denn hinter der auf die Frage »Räte oder Parlament?« zugespitzten Frontstellung verbarg sich die zumindest in den ersten Jahren nach dem Ersten Weltkrieg offene Perspektive nach einer sozialistischen Umgestaltung der Gesellschaft, die in fast allen Indus-trieländern mehr oder minder möglich erschien. Auch wenn diese Bewegungen letztlich auf verschiedene Art und Weise zum Scheitern verurteilt waren, so ist doch Volker Arnold zuzustimmen, der die Rätebewegungen als zeitweilige »Lösungsversuche zu schweren strukturellen Problemen« des Kapitalismus dargest...


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