Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Abgewrackte Politik

Umweltverbände kritisieren Autopläne

Berlin (AFP/ND). Umweltverbände haben die Autopolitik der Bundesregierung heftig kritisiert. Das Konzept für eine Reform der Kfz-Steuer und die Verschrottungsprämie für alte Autos seien nicht nur konjunkturpolitisch weitgehend wirkungslos, sondern auch ökologisch kontraproduktiv, erklärten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Freitag.

Die Koalition habe sich mit ihren Beschlüssen zum zweiten Mal binnen weniger Wochen für ebenso kurzfristige wie kurzsichtige Interessen der Autohersteller und gegen den Klimaschutz entschieden, erklärten DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch und der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Gerd Lottsiepen. Sie wandten sich auch erneut gegen den Beschluss der Koalition, die Kfz-Steuer auf Neuwagen zeitweise auszusetzen. Davon profitieren besonders spritschluckende Wagen, auf die sonst besonders hohe Steuern anfallen.

»Jahrelang haben Bund und Länder die am CO2-Ausstoß orientierte Kfz-Steuerreform diskutiert, um den Individualverkehr in Richtung Klimaschutz zu steuern – nun sollen zukünftige Autokäufer ausgerechnet für die übelsten Klimakiller weniger zahlen als bisher«, erklärte Resch. Er kritisierte, dass ein Sockelbetrag für den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid kostenlos sein soll und die darüber hinausgehenden Emissionen nur wenig besteuert würden. Damit würden besonders große Dieselwagen deutlich von der Kfz-Steuer entlastet.

Kritik äußerten die Verbände auch an der geplanten Abwrackprämie für Altautos. Unterstützt würden Autokäufer auch dann, wenn sie einen Pkw verschrotteten, der weniger Abgase ausstoße als das Neufahrzeug.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hält die Abwrackprämie für eine »Einladung an die organisierte Kriminalität«. Für spezialisierte Fälscher aus Osteuropa sei es ein Leichtes, Papiere von alten Autos zu »frisieren«. Foto: dpa

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln