Ines Wallrodt 27.01.2009 / Inland

Der Pass ist keine Garantie

Forscher fordern differenzierte Programme für Migrantengruppen

Türkischstämmige Zuwanderer sind einer neuen Studie zufolge schlechter integriert als andere Migranten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, Deutschland könne es sich nicht leisten, das Potenzial der Zuwanderer brachliegen zu lassen. Türkische Verbände warnten vor einer verkürzten Integrationsdebatte.

Manchmal verschiebt eine kleine grammatikalische Änderung Welten: »Türken integrieren sich am schlechtesten«, machte der »Berliner Kurier« die Ergebnisse einer neuen Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung auf. Tatsächlich hatten die Forscher festgestellt: »Menschen türkischer Herkunft sind in Deutschland am schlechtesten integriert.« Für die boulevardgemäße Aufbereitung bietet ihre Studie zwar durchaus einige Vorlagen. Insgesamt ist ihr Bild aber deutlich differenzierter und eben nicht daran interessiert, den Schwarzen Peter einseitig den Migranten zuzuschieben. So heißt die empirische Untersuchung zur Lage der Integration in Deutschland denn auch »Ungenutzte Potenziale«. Und Reiner Klingholz, der Leiter des Instituts, betonte bei der Vorstellung der Untersuchung im zweiten Satz: »Die Gastarbeiter wurden nicht integriert, weil wir annahmen, die gehen bald wieder weg.«

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